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BLUR
 Vorschau von Mario Zollitsch (26.03.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rennspiel Publisher:Activision
Termin:28. Mai 2010 Entwickler:Bizarre Creations

Activision und Bizarre Creations arbeiteten hart an einem neuen Arcade-Racer, der die Fans begeistern soll. Der potenzielle Burnout-Konkurrent hört auf den Namen Blur und kann derzeit im Rahmen einer Beta-Phase auf Xbox Live ausprobiert werden. Ob Blur das Rennen macht oder ob es schnell auf dem Standstreifen landet, erfahrt ihr in unserer Vorschau zum neuen Racer für PS3, Xbox 360 und PC.


Mach die Gegner platt!


Blur ist – wie schon angedeutet – kein Rennsimulator wie beispielsweise »Need for Speed Shift oder die Gran Tourismo–Reihe. Es grenzt sich allerdings auch von „Gangster- Pimp“-Racern wie »Need for Speed Underground deutlich ab. Als bester Vergleich erschien mir nach wenigen Spielrunden der mit »Mario Kart. Nicht, dass Blur auf Comicgrafik setzen würde – doch auf der Strecke warten wie im Nintendo-Rennspiel etliche Items warten auf euch, mit denen ihr euch die Gegner vom Leib halten könnt.

Es gibt selbstverständlich einen Karrieremodus, in den wir allerdings in der Beta-Version keinen Einblick bekommen konnten. Daher beschränkt sich die Preview auf das, was wir sehen konnten: Den Online-Multiplayer.


Du gegen den Rest

In Blur könnt ihr online gegen bis zu 19 echte Gegner antreten. Dadurch wird die Rennstrecke natürlich ordentlich voll – Action ist hiermit garantiert. In der Spiellobby können sich eine gewisse Zeit lang neue Spieler einloggen, die dem Rennen beitreten wollen. Nach jeder Runde wird über eine neue Strecke abgestimmt. Ihr bekommt zwei zur Auswahl und könnt euch für eine der beiden entscheiden. Auch habt ihr hier ein wenig Zeit, um eure Fahrzeugeinstellungen und eure Fahrzeugwahl zu ändern. Darüber hinaus dürft ihr euch eure Gegner ansehen und diese natürlich auch bewerten.

Dann geht es endlich los – ab auf die Strecke. Anfangs findet ihr euch schnell in Chaos und Gedränge wieder, doch dies löst sich bald auf. Mit ein wenig Übung – und Glück - findet ihr euch wenig später an der Spitze der Gruppe wieder. Falls nicht: auch als Schlusslicht habt ihr noch eine faire Chance, die vor euch fahrenden Konkurrenten aufzumischen. Dies bestimmt ihr einerseits durch euer Fahrkönnen, andererseits durch die aufgesammelten Items – und natürlich durch die Treffsicherheit eurer Gegner….


Powerup- Rennsport

Ein ganz wesentliches Element von Blur sind natürlich die Powerups, welche auf der Strecke verteilt wurden. Diese geben euch entweder Hilfen oder verursachen bei euren Gegnern ordentlich Schaden. Im Folgenden möchten wir euch kurz zeigen, welche der acht verschiedenen Items ihr aufsammeln könnt.

Das erste Powerup ist die Mine. Ihr legt eine explosive Falle, die den Gegner, wenn er darin landet, kurzzeitig aus der Bahn wirft. Auf offener, weiter Strecke ist es eigentlich kein Problem, diesen nervigen Dingern aus dem Weg zu gehen, doch wenn die Minen mit Bedachte verlegt werden, können sie eure Gegner in den Wahnsinn treiben – oder aber eure Nerven strapazieren.

Als nächstes steht der Shunt zur Wahl. Dieses im deutschen als Stoß bezeichnete Powerup erinnert an die roten Panzer aus Mario Kart 64. Wenn ihr sie abfeuert, verfolgen sie den Gegner, der direkt vor euch fährt. Auf eine mittlere Distanz erreicht der Stoß den gegnerischen Fahrer und lässt ihn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren. Natürlich könnt ihr den Stoß auch nach hinten abfeuern.

Auch der Bolt erinnert an alten Nintendo-Zeiten: Ihr erhaltet drei Schüsse, die ihr auf eure Gegner feuern dürft. Im Gegensatz zum Shunt müsst ihr allerdings selbst zielen und auch treffen – der Bolt findet seinen Weg nicht von allein.

Zum Powerup Nitro muss man nicht sonderlich sagen: Ihr erhaltet einen Geschwindigkeits- und Beschleunigungsbonus, der nach kurzer Zeit wieder abklingt.

Mein Favorit ist jedoch der Barge, auch Abräumer genannt. Mit diesem Powerup könnt ihr Gegner, die sich in unmittelbarer Nähe eures Fahrzeuges befinden, zur Seite stoßen. Der Abräumer wirkt in einem kleinen Kreis um euer eigenes Fahrzeug herum, aber in alle Richtungen. Damit könnt ihr, wenn ihr ihn gezielt einsetzt, mehrere Gegner gleichzeitig aus der Bahn schießen und so einen kleinen Vorsprung erhaschen.

Eher defensiv angelegt sind Shield und das Repair-Item. Das Schild schützt euch kurze Zeit vor den gegnerischen Angriffen, das Reparatur-Powerup setzt den Schaden, den ihr im Rennen erhalten habt, wieder nach herab. Steigt euer Schaden durch gegnerische Angriffe oder durch unvorsichtige Fahrweise und häufiges Anecken zu weit nach oben, fällt euer Wagen aus und ihr könnt erst kurze Zeit später wieder ins Rennen einsteigen – was natürlich fatal für eure Platzierung sein kann.

Das letzte Powerup in Blur ist der Schock, ein nach vorne gerichteter Blitz, der die gegnerischen Fahrzeuge kurzzeitig lahm legt. Das Primärziel dieses Items verliert darüber hinaus eines seiner Powerups. Die Reichweite des Schocks ist enorm und ihr könnt damit mehreren Gegnern, die vor euch fahren, gleichzeitig das Leben schwer machen.

Je nach Renntyp befinden sich unterschiedlich viele Powerups zum Aufsammeln im Spiel. Durch die Itemschlacht ergibt sich ein positiver Nebeneffekt: Die Rennen bleiben für eine längere Zeit spannend. Um den ersten Platz schon sicher zu haben, ist ein deutlicher Vorsprung nötig. Solange man nicht die Ziellinie passiert hat, bleibt man im Visier der Gegner und kann schnell zum nächsten Opfer werden.


Echte Schauplätze weltweit

Auf der offiziellen Seite wirbt Blur mit etlichen Schauplätzen, die auf dem Globus verteilt sind. Reale Schauplätze können befahren werden und ein großes Angebot an Strecken und abwechslungsreiche Natur wird versprochen. Die Streckenauswahl in der angespielten Beta-Version auf der Xbox 360 war allerdings sehr begrenzt und es lässt sich nicht beurteilen, ob das Versprechen in der Vollversion eingehalten wird oder nicht.

Allerdings konnten wir uns einen ersten Eindruck von den angebotenen Strecken machen und uns die Grafik etwas genauer ansehen. Die insgesamt eher dunkel gehaltenen Strecken sorgen für einen nächtlichen Eindruck. Den Kontrast hierzu bieten die Effekte der Powerups: strahlend leuchtende Schüsse und Blitzgewitter in grellen Farben erhellen das Renngeschehen und verbreiten eine Disco-Atmosphäre. Dies unterstützt insgesamt natürlich den Fun-Faktor, der dem Spiel zu Grunde liegt. Gebäude, Straßen und natürliche Begebenheiten wurden realistisch umgesetzt, die Powerups bilden hierzu den Gegensatz. Würde man die Geschosse mit Unterbodenbeleuchtungen oder Großstadtreklamen ersetzen, könnte man fast meinen, man hätte sich in einem neuen Need for Speed Underground–Teil wiederzufinden. Wobei die Grafik natürlich auf einem deutlich neueren Stand ist.

Realitätsnähe spielt auch beim Schadensmodell eine große Rolle. Sowohl Treffer der Gegnern an eurem Auto als auch das Schleifen an Streckenbegrenzungen sowie das Zusammenstoßen mit Wänden und anderen Fahrzeugen wirken sich negativ auf euren fahrbaren Untersatz aus. Erkennen lässt sich der Zustand eures Wagens an einem Schadensbalken am oberen linken Bildschirmrand. Ist der Balkan vollständig gefüllt, wird euer Wagen den Geist aufgeben und ihr habt einen größeren Zeitverlust hinzunehmen, bis ihr wieder am Rennen teilnehmen könnt.


Ohne Fans geht nichts

Der Online-Multiplayer Modus wird unterstützt von einer Art Erfahrungssystem. In jedem Rennen könnt ihr neue Fans hinzugewinnen. Belohnt werden nicht nur die ersten Plätze, sondern auch eure Fahrweise, eure eingesteckten und ausgeteilten Treffer oder eure Drifts. Habt ihr genügend neue Fans gewonnen, steigt ihr ein Level auf. Ein höheres Level gibt euch beispielsweise die Möglichkeit, neue Fahrzeuge freizuschalten und so in den Rennen einen Vorteil herauszuschlagen.

Doch nicht nur euer Fahrerlevel ist für den Sieg ausschlaggebend. In Blur könnt ihr euren Wagen eurer Spieltaktik anpassen. Fahrt ihr lieber defensiv oder wollt ihr den Gegnern so richtig einheizen? Kräftig Damage einstecken können oder doch lieber fleißig austeilen? Eine kleine Auswahl an Einstellungen wurde uns bereits in der Beta-Version geboten und wir konnten unseren Wagen der bevorzugten Fahrweise entsprechend modifizieren. Darüber hinaus dürft ihr auch optische Kleinigkeiten ändern – beispielsweise steht eine umfangreiche Farbpalette zur Verfügung. Sonderlackierungen wie Perlglanzlack konnten wir allerdings nicht entdecken. Dafür stehen insgesamt über 50 originale Fahrzeuge zur Verfügung. Die Auswahl ist zwar auch hier nicht umwerfend, doch es lässt sich für jeden Geschmack etwas finden.


Powerups fürs Lenken???

Die Steuerung ist den Machern von Blur insgesamt gut gelungen. Die Verteilung der Eingaben auf dem Xbox 360-Controller ist stimmig und problemlos lassen sich Powerups benutzen oder verschieben, wenn man sie gerade nicht benötigt oder eine bestimmte Taktik verfolgt.

Einen störenden Punkt gibt es aber doch: Die Lenkung des Wagens wirkt insgesamt etwas träge. Oft meint man, ein Hindernis problemlos zu umgehen – und schon rast man mit Höchstgeschwindigkeit dagegen. Dies liegt allerdings nicht allein an der Lenkung, sondern daran, dass die Strecken an einigen Stellen unübersichtlich werden. Ob das an den Lichteffekten, der Masse an Gegnern oder an der noch nicht finalen Grafikengine liegt, kann jetzt noch nicht gesagt werden.





Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Blur definitiv ein witziger Zeitvertreib werden wird. Die Betaversion gab einen netten Einblick und die Rennen. Dank der vielen Items und massig Gegnern ist Spaß garantiert. Der Multiplayer-Part macht einen soliden Eindruck, allerdings sollte der Singleplayermodus ebenfalls einen entsprechenden Funfaktor liefern. Die kleinen Mankos, wie die Einsicht in die Strecke, können im Moment noch mit einem zugekniffenen Auge übergangen werden, sollten aber in der Vollversion später nicht mehr vorhanden sein. Trotz dieses selten auftretenden Schönheitsflecks schaut Blur "gut" aus.
 
So testen wir >>

Mangels hochkaratiger Konkurrenz hat ein Funracer wie Blur durchaus seine Berechtigung auf den HD-Konsolen. Auch im Vergleich zu Genreprimus Mario Kart Wii hat das Spiel seine Vorzüge, die in der besseren Konnektivität via Internet liegen. Echte Partystimmung wie beim Nintendo Widerpart, will bei Blur aber nur begingt aufkommen. Zu steril und lieblos wirken die einzelnen Strecken. Während Mario & Friends mit der Einzigartigkeit ihrer Charaktere punkten, verschwimmt bei Blur leider vieles im Einheitsbrei.
 


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#1 | tschmidt [30.03. | 21:03] 



44
Hat Potential
Ich darf gerade auch die Beta von Blur spielen und muss sagen ich bin begeistert. Grafik: Top; Autos: gut abgestimmt - allerdings muss ich Mario zustimmen, die Lenkung könnte besser sein. Spielspass: vorhanden :). Sebastians Meinung das keine Partystimmung aufkommt kann ich nicht ganz teilen - ich denke sogar Blur das wäre was für ne Grp vor einem Bildschirm und nicht nur online.
Ich denke das Spiel hat Potential vorallem weil es außerhalb von Forca und Dirt die Grp der Fun und Gelegenheits Rennfahrer anspricht.

My 5 cents


 
















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Pro:
diverse schlagkräftige Powerups
Multiplayerrennen mit bis zu 20 Spielern
Splitscreen im Offlinemodus für bis zu 4 Spieler
"nur" knapp über 50 verschiedene, originale Fahrzeuge
echte Strecken, realistisch dargestellt
actionreiche Onlinerennen

Contra:


Offizielle Website:
 Blur

Weitere Links:
 Entwickler-Video



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