Ein neues Sony-System ohne ein neues Wipeout? Schwer vorzustellen. Denkt sich auch Sony und sorgt dafür, dass zum Start der PlayStation Vita auch direkt das richtige Futter für Rennspiel-Cracks parat steht. Wir haben uns Wipeout 2048 zeigen lassen und verraten euch, was euch erwarten wird und wieso uns das gezeigte Material richtig gut gefallen hat.
Zurück in die Vergangenheit
Zu Beginn der Präsentation wird zunächst in die Vergangenheit der Marke
Wipeout geblickt und deren Verbindung zu den jeweils neuesten Sony-Systemen. Und genau dieser Blick zurück ist es, den
Wipeout 2048 (Arbeitstitel, kann sich noch ändern) auf der PlayStation Vita bieten soll. Das Spiel wird nämlich im Jahre 2048 spielen, vor den bisherigen Serienteilen, als Hochgeschwindigkeitsrennen gerade erst aufgekommen sind. Eine Kernfrage während der Entwicklung war also auch, wie eine Stadt zu dieser Zeit aussehen würde. Somit verbinden die Strecken die Architektur unserer Zeit mit den futuristischen Gebäudelandschaften, wie man sie aus bisherigen
Wipeout-Teilen kennt. Zehn Rennstrecken sind exklusiv für die Vita-Version entworfen worden, die sich aber auch teilweise an bekannten Kursen orientieren. So werdet ihr etwa über das sich noch im Aufbau befindliche Sol rasen können.
Die einzelnen Pisten sind dabei in mehrere Ebenen eingeteilt. Dadurch wird viel Abwechslung auf die Strecke gebracht: Die unteren Ebenen bilden vor allem die jetzigen Stadtbilder nach. Ihr rast also durch Häuserschluchten über normale Asphaltpisten. Über vertikale Verbindungen gelangt ihr in höhere Bereiche, hier sind die Hochgeschwindigkeitsstrecken teils noch im Aufbau. Durch Glasböden könnt ihr in die Tiefe blicken, während um euch herum die futuristischen Gebäude prangen. Gigantisch!
Pures Adrenalin
Die breiteren Strecken in Verbindung mit schmaleren Gleitern verlagern den Gameplay-Fokus weg von den reaktionsfordernden Kursen hin zu einem actionlastigeren Kampfgeschehen. Dennoch bietet auch
Wipeout 2048 das gewohnte Geschwindigkeitsgefühl, das wird bei der Präsentation schnell klar. Gerade aus der Stoßstangen-Ansicht wird hier einiges an Adrenalin ausgeschüttet. Den Adrenalinkick braucht ihr allerdings auch, um bei der atemberaubenden Geschwindigkeit die auf den Strecken versteckte Abkürzungen zu entdecken. Die verschaffen euch bei geschickter Nutzung nämlich einen gewaltigen Vorteil gegenüber eurer Renn-Konkurrenz.
Das Konzept der Pickup-Felder wurde komplett neu überdacht. Fahrt ihr über grüne Felder, bekommt ihr ein eher defensives Extra, wie Schilde oder Boost - praktisch, um als führender Spieler die Konkurrenz weiter abzuschütteln. Aus gelben Pickup-Feldern zieht ihr dagegen Raketen und andere Waffen, um in den Angriff überzugehen.
Vita - Handheld der nächsten Generation
Wipeout 2048 ist nicht nur ein äusserst spektakuläres Game, es nutzt zudem konsequent die Möglichkeiten des neuen Handhelds PlayStation Vita aus. So etwa die Touchscreen-Funktionalität. Mit Fingerdruck, sowohl auf der Vorder- oder Rückseite, könnt ihr eure Extras loslassen, etwa den Boost. Ihr habt also jede Menge Möglichkeiten, das Spiel genauso zu spielen, wie ihr es wollt. Wer eher mit den konventionellen Buttons spielen will, soll aber auch das tun können. Zudem nutzt das Rennspiel die Möglichkeit, euch mit den Bestzeiten anderer Spieler in eurer Umgebung zu vergleichen oder direkt gegen diese in einer Challenge anzutreten. Nettes Feature ist dabei der "
Glory Moment": Schießt ihr einen Gegner von der Strecke, wird ein Bild von euch an diesen gesendet - er kann also euer schadenfrohes Gesicht direkt vor sich sehen. Das schafft Rivalität. Auch Augmented Reality soll genutzt werden, in welcher Form ist allerdings noch unklar. Zudem unterstützt der Handheld-Racer Crossplay. Das bedeutet, ihr könnt euch mit einer PS3 verbinden und so gegen Spieler in
Wipeout HD/Fury antreten. Wie genau das aussieht, konnte uns leider auch nicht gezeigt werden - die unterschiedlichen Gameplay-Ausrichtungen der Spiele dürften das zu einem schwierigen Unterfangen machen.
Es verwundert übrigens nicht, dass
Wipeout 2048 verdammt gut aussieht. Das Rendering übernimmt eine Engine, die der Technik akteller Konsolenspiele in kaum etwas nachsteht. Und für das typische
Wipeout-Feeling sorgt dann auch noch der Soundtrack: Es wurden einige hochkarätige Künstler verpflichtet, um Remixe bekannter Stücke für das Spiel zu erstellen. Darunter befinden sich unter anderem so klangvolle Namen wie Orbital, Leftfield oder auch deadmau5. Da sind treibende (Electro-)Tracks garantiert.