Shooter-Fans haben die kommenden Monate nicht viel Zeit. Erst kürzlich wurde der neueste »Medal of Honor-Ableger veröffentlicht, schon steht im kommenden Monat Kassenschlager »Call of Duty: Black Ops an. Mit einer kurzen Pause, um die Wunden und Verletzungen auszukurieren, steht dann im nächsten Jahr neben »Crysis 2 auch der PlayStation 3-exklusive First-Person-Shooter Killzone 3 in den Händlerregalen. Was das Entwicklerteam um Guerrilla Games alles für euch bereithält, um der kritischen Fachpresse und Spielergemeinschaft diesmal vollends gerecht zu werden, erfahrt ihr in unserer Vorschau zu Killzone 3.
Kein Ende in Sicht
Wer bis jetzt noch nicht einen der besten Shooter für die PlayStation 3-Konsole gezockt hat, sollte dies schnellstmöglich nachholen, denn
Killzone 3 schließt direkt an die Geschichte von
»Killzone 2 an. Nachdem ihr – in der Haut von Thomas „Sev“ Sevchenko – eurem bestem Freund Rico und einem kleinem übrig gebliebenen Team bis zum Visarie-Palast vordringen und den Anführer der Helghast, Corolel Visarie ins Land der Träume schicken konntet, war es mit diesem Schritt längst noch nicht getan, denn das war erst der Startschuss. Wieder aus dem Palast herausgekommen, seht ihr am Himmel nicht die Sonne oder gar Wolken, sondern viel mehr unzählige riesige Kampfeinheiten der Helghast, die ihr Vaterland bis aufs Blut verteidigen wollen.
Da das eigentlich unentbehrliche Transportschiff zerstört wurde, sind die letzten Einheiten der ISA-Truppen auf sich allein gestellt und müssen in "David gegen Goliath"-Manier auf dem Helghan-Planeten einen anderen Weg finden, um wieder in die geliebte Heimat zurück zu gelangen. Auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit, verschlägt es sie, anders als noch in
Killzone 2, an die verschiedensten Einsatzorte. So ist bisher bekannt, dass ihr unter anderem im Ödland, an verschneiten Bergpassagen, im tiefsten Dschungel oder auch in verwüsteten Städten unterwegs seid. Damit wird deutlich, dass Entwickler Guerrilla Games auf die Kritik von Fachpresse und Fans reagiert hat und euch in
Killzone 3 deutlich mehr Abwechslung bietet.
Hart aber Herzlich
Worauf in
Killzone 3 spürbar mehr Wert gelegt wird, sind fatale Nahkampfangriffe, bei denen ihr euch erst anschleicht und Gegner dann auf grausame Art und Weise zur Strecke bringt. Dabei greift ihr nicht nur auf das übliche Messer zurück, sondern könnt auch wahlweise herumliegende Gegenstände als tödliche Mordinstrumente einsetzen. Sobald ihr also nahe genug an einen feindlichen Soldaten herangekommen seid und dann die entsprechende Aktionstaste gedrückt habt, erscheint eine kurze Sequenz in der eurem Kontrahent beispielsweise durch einen Stich in die Kehle bestialisch das Leben genommen wird. Nicht unbedingt förderlich für die Altersfreigabe in Deutscland, in der Ausführung jedoch hollywoodreif inszeniert. Die aus
Killzone 2 bekannte Waffenauswahl wird zudem um zwei neue Wummen erweitert: Zum einen die raketenwerferähnliche Massenvernichtungswaffe W.A.S.P., die selbständig ihr Ziele sucht und zum anderen das M82 Sturmgewehr G.
Eine weitere nicht unerhebliche Neuerung in
Killzone 3, stellt das Jetpack dar, mit dem ihr für wenige Sekunden in die Lüfte abheben könnt. Kurz darum, weil das mobile Fluggerät schnell an Überhitzung leidet und dann kaum noch Leistung bringt. Aus diesem Grund führt ihr eher weite Sprünge als Flüge aus.
Erfolgreicher Langzeitspaß?
Mit dem Multiplayer-Modus von
Killzone 2 erfand die Entwicklerschmiede um Guerilla Games das Mehrspielererlebnis nicht neu, bescherte aber einem Grossteil der Spieler unzählige schlaflose Nächte und das sogar noch bis heute, wie man den aktuellen Wochenranglisten im PlayStation Network entnehmen kann.
Was man aus Titeln wie
»Call of Duty: Modern Warfare 2 oder
»MAG: Massive Action Game zur Genüge kennt, sind spezielle Ereignisse die per Knopfdruck aktiviert werden können, wie beispielsweise verschiedene Luft- oder Bodenangriffe. Von nun an steht dieses Feature auch Spielern von
Killzone 3 zur Verfügung, wie diese Ereignisse aber im Detail aussehen, ist bisher noch nicht bekannt.
Neben den bereits bekannten Spielmodi aus dem zweiten Ableger, halten laut bisherigen Meldungen auch mindestens zwei neue Varianten Einzug in
Killzone 3. Zum einen wäre da „Guerrilla Warfare“, das mit einem dynamischen Respawn-System daher kommt und euch größtenteils neben euren Teammitgliedern wieder auferstehen lässt. Die andere Möglichkeit ist der „Operation-Modi“, in dem eine Art kleine fiktive Geschichte – wie etwa das Einnehmen einer feindlichen Basis – erzählt und mit Einsatz einer Cutszene am Anfang und Ende verstärkt wird. Die Hauptrollen in dem kleinen Szenario übernehmen dabei das Siegerteam und der wichtigste Spieler des Matches.
Die aber wohl größte Neuerung im Multiplayer-Modus von
Killzone 3 sind Fahrzeuge, von denen aktuell nur eines offiziell bestätigt wurde. Das so genannte „Exoskelett“ verfügt über ein eingebautes Jetpack, was aber durch einen gezielten Schuss schnell untauglich gemacht und eingenommen werden kann. Um euch einen ersten Einblick in die Multiplayer-Gefechte von
Killzone 3 zu geben, veranstaltet Publisher Sony aktuell eine geschlossene Beta in der nur ausgewählte Benutzer einen Zugang erhalten und ihr Feedback abgeben können.
Zocken im 21. Jahrhundert
Sonys unermüdlicher Einsatz, die 3D-Technologie auf der PlayStation 3-Konsole in Schwung zu bringen, macht auch nicht vor
Killzone 3 halt. Wer im Besitz eines 3D-fähigen TV-Geräts sowie der so genannten Shutter-Brille ist, darf sich über das Aufpoppen verschiedener 3D-Objekte wie beispielsweise Blutspritzer freuen. Im Vergleich zu der „normalen“ 2D-HD-Auflösung ist der Detailgrad auf einem gleich bleibenden Niveau, einziger Nachteil bei Verwendung der modernen Technologie, ist die spürbare Anstrengung eurer Augen.
Was natürlich auch nicht bei hauseigenen Videospielproduktionen fehlen darf, ist die Unterstützung der kürzlich an den Start gegangenen Bewegungssteuerung
PlayStation Move. Hier versprechen die Entwickler, dass Spieler mit der Bewegungssteuerung keinerlei Nachteile gegenüber Spielern mit dem Six-Axis-Controller haben werden. Die bisher veröffentlichten Gameplay-Videos erwecken jedenfalls einen guten Eindruck und sollte es nur annähernd gut umgesetzt werden wie beispielsweise in
MAG: Massive Action Game, steht einer realistischen Steuerung nichts im Wege.
Extravagant
Grafisch darf man keine großen Quantensprünge gegenüber dem Vorgänger erwarten, da
Killzone 3 auf die bereits für den zweiten Ableger entwickelte Game-Engine zurückgreift. Ledigliche kleine Verbesserungen hat Guerrilla Games hier vorgenommen.
Zur musikalischen Untermalung von
Killzone 3 konnte man erneut den bekannten Komponisten Joris de Man anheuern, der bisher alle Musikstücke für die PlayStation- und PlayStation Portable-Ableger des erfolgreichen
Killzone-Franchise beisteuerte und wiederholt eine epische, kraftvolle und mitreißende Orchestermusik inszenieren will.