Es gibt Genres, die man eher auf der Konsole als auf dem PC wiederfindet. Dazu gehören zum Beispiel Titel a'la "God of War". Spiele, in denen man aus der Beobachterperspektive heraus wahre Monstermassen zerhackstückelt. Das erste „God of War“ ist so ein Spiel gewesen. Im zweiten Quartal 2007 darf man in der Haut des Helden Kratos wieder in die griechische Mythologie eintauchen und ein richtiggehendes Schlachtfest entfachen. Wir haben uns den Titel bei Sony etwas näher angeschaut.
Einfach göttlich
Kenner des ersten Teils wissen, dass Kratos zum Gott des Krieges aufgestiegen ist. Als Gott hat man doch eigentlich keine Probleme mehr - wie erklärt sich also der Nachfolger? Ganz einfach: Kratos wird mal eben schnell seiner Macht beraubt und gleich von Athene einem riesigen Koloss zum Fraß vor geworfen. Der jetzt wieder menschliche Kratos muss sich also erneut behaupten.
Mehr und Mehr
Und genau dort setzt das Spiel ein. Aus dem Vorgänger führt man noch die Klingen der Athene und den Poseidon's Rage-Zauber mit sich. Von dort arbeitet man sich dann hoch, indem man Jump and Run Einlagen besteht, oder sich mit Magie und Schwert durch zahlreiche Monster schnetzelt. Neu ist, dass man Magie und Klingen gleichzeitig benutzen kann. Das soll die Kämpfe dynamischer machen. Manchmal tauchen große Gegner auf, die nicht einfach nur umfallen, sondern von Kratos mit einer eigenen Animation getötet werden. Im späteren Spielverlauf findet man außerdem noch einen Hammer des Barbarenkönigs, sowie, laut Gerüchten, ein Dreizack, der Erdbeben auslöst. Des Weiteren gibt es einen Wind-Bogen, der anfangs kleine Windböen und später ganze Tornados schießt.
Allerlei Zauberei
Magie ist natürlich auch wieder mit von der Partie. So gibt es neben dem oben bereits erwähnten Wind - Bogen einen Blitz-Spruch, der Gegner lähmt. Auch einen Eiszauber, der an eine Schrotflinte erinnert, durfte man schon in Videos beobachten. Die Entwickler legen außerdem größeren Wert auf die Zugänglichkeit: Leichteres Waffenhandling, ein niedrigerer Schwierigkeitsgrad und ein einfacheres Spielsystem dürften den Titel auch für Genre - Neulinge interessant machen.
Als Käufer des potentiellen Hits darf man sich außerdem auf zahlreiche Rätseleinlagen freuen. So gilt es, Schalter umzulegen, Gegenstände zu finden, die euch das Weiterkommen ermöglichen, oder die Schwachstellen verschiedenster Bossgegner herauszufinden, um gegen die übermächtigen . Die Tatsache, dass es ihr "God of War 2" Gegenstände aufheben könnt, sorgt für deutlich mehr Interaktivität.
Feindlichkeiten
Doch wozu braucht man diese ganze Ausrüstung eigentlich? Klar, um die zahlreichen Feinde zu besiegen. Einige davon kennt man aus dem Vorgänger, zum Beispiel die Harpien. Zwar wurden einige Gegner im Design verändert, bleiben aber im Grundtonus dieselben. Natürlich gibt es auch neue Finde, wie zum Beispiel Skelette, die sich selbst regenerieren, wenn sie nicht ordnungsgemäß zerstört werden. Die Gegner-KI wurde gegenüber dem Vorgänger verbessert, so sind sich die einzelnen Kreaturen ihrer Kollegen bewusst und agieren miteinander.
Uncut?
Da sich "God of War 2", wie schon der Vorgänger, in Sachen Gewalt und Brutalität nicht unbedingt zurückhält, liegt eine angepasste Deutsche Version ziemlich nahe. Jene wird es, so Entwickler Joel Taubel, allerdings nicht geben. Die USK hat der ungeschnittenen Version bereits die Einstufung "Keine Jugendfreigabe" erteilt - somit dürfen alle Volljährigen Spieler auch hierzulande zugreifen - eine teuere Importversion ist glücklicherweise nicht von Nöten.