“Flatout Ultimate Carnage” ist eine stark aufgebohrte Version des 2006 erschienenen Rennspielhits “Flatout 2”, erschien bereits im Sommer 2007 für die Xbox360, und findet am 18. Juli nun wieder den Weg zurück auf den PC. Soweit verstanden? Gut, dann können wir euch ja auch verraten, dass euch mit dem neusten Ableger der Reihe alles andere als ein liebloser Abklatsch des Vorgängers erwartet. Wir haben eine fast fertige Vorab-Version angespielt, und sind uns schon jetzt sicher: Das Teil wird der Hammer!
Crash, Krach, Kawumm!
Wenn man seine Karosse in einem Rennspiel ordentlich zerbeulen kann, frohlockt die Spielergemeinde. Wenn zusätzlich allerdings noch tausende quer über die Strecke verteilte Objekte auf ihre physikalisch korrekte Zerstörung warten, führt das schon fast zu Freudentränen. Das Physiksystem von “Ultimate Carnage” ist ein Unikat: Hier fliegen die Fetzen, und das nicht nur sprichwörtlich! Reifenstapel zerspringen bei Berührung, Zäune, Baumstämme, Werbetafeln und ganze Holzkonstruktionen brechen in sich zusammen. Das sieht nicht nur wahnsinnig gut aus, sondern hat auch einen spielerischen Nutzen: Die Einzelteile bleiben bis zum Ende des Rennens liegen, formen so neue Hindernisse, die die Ideallinie ordentlich durcheinander bringen. Ansonsten baut der neuste Ableger die Stärken der Reihe konsequent aus: Tolles Streckendesign, griffiges Fahrverhalten, das auch verschiedene Bodenbeläge berücksichtigt, und eine glaubwürdige Gegner-KI sorgen für Spielspaß.
Doch “Ultimate Carnage” hat mehr zu bieten: Beispielsweise drei verschiedene Rennklassen, die zwischen feldwegtauglichen Schrottkübeln, flotten Rennflitzern und edlen Karossen unterteilt sind. Jede Rennklasse verfügt über eigene Wettbewerbe, die so eine eigene Note bekommen: Auf den virtuellen Staub- und Dreckpisten spritzt euch natürlich der Matsch gegen die Windschutzscheibe, driften die Fahrzeuge realistisch durch Wasserlachen und Schlammpfützen, entsteht wunderbares “Off-Road”-Feeling. Widmet ihr euch hingegen den asphaltlastigen Straßenrennen, spielt sich “Ultimate Carnage” ein bisschen mehr wie “Burnout”. Für zusätzlichen Spielspaß sorgen zudem weitere Extras: Etwa der Stunt-Modus, der euch abgedrehte Aufgaben erfüllen lässt: So müsst ihr – ganz in Anlehung an den Film "Speed" – etwa eine Bombe möglichst weit vom Startpunkt wegschaffen. Hinzu kommen die beliebten Destruction-Derbys und die kultigen Minispiele: Bowling, Fußball, Skispringen und Basketball sind nur ein paar Beispiele für die abgedrehten Einfälle der Entwickler. In der deutschen Version wird der schreiende Fahrer übrigens wieder durch einen Crash-Test-Dummy ersetzt. Den ADAC wird’s freuen!
Sinnvolle Neuerungen
Was bietet euch „Ultimate Carnage“ – verglichen mit „Flatout 2“, denn nun wirklich Neues? Nun, da hätten wir beispielsweise den namensgebenden Carnage-Modus, der abgedrehte Aufgaben – etwa die Einlage mit der Bombe – aneinanderreiht. Durch das Erreichen der jeweiligen Ergebnisvorgabe schaltet ihr neue Wettbewerbe frei – ganz wie im Renn-Modus. Weitere Neuerung ist die stark aufgebohrte Optik, die mit neuen Features aufwartet. Hierzu aber im nächsten Absatz etwas mehr. Die bekannten Strecken wurden übernommen, hier und da aber etwas „gepimpt“. Außerdem düst ihr nun nicht mehr nur gegen sieben, sondern elf Gegner, was die Rennen deutlich belebter wirken lässt. Die Nutzung des Windows-Live-Systems beschert euch zudem die von der Xbox360 bekannten Achievements, und dürfte außerdem für spaßige Mehrspielerpartien sorgen. Schade: Es gibt keinen LAN-Modus.
Dank der zahlreichen Neuerungen lohnt der Kauf des Spiels auch für Besitzer des Vorgängers. Entwickler Bugbear verfrachtet die Reihe gekonnt ins NextGen-Zeitalter und sorgt zudem für noch mehr Spielspaß. So soll es sein!
Mit starker Optik ins NextGen-Zeitalter
Im Bereich der Präsentation war die Reihe schon immer referenzverdächtig. Wenig verwunderlich also, dass auch “Ultimate Carnage” zu den hübschesten Titeln des Genres gehört. Knackscharfe Texturen, hübsche Lichteffekte, polygonreiche Fahrzeuge und nicht zuletzt das glaubwürdige Physiksystem dürften für große Augen sorgen – selbst bei den Grafikfetischisten. Preis der schicken Grafik: Die Hardwareanforderungen haben sich, verglichen mit “Flatout 2”, deutlich erhöht. Die Akustik überzeugt auf gewohnt hohem Niveau: Der Soundtrack fetzt, die Geräuschkulisse transportiert die actionreichen Rennen optimal auf die heimischen Lautsprecher.