Früher war alles besser. Wer hat in seiner Kindheit nicht gerne mit Lego gespielt? Mit genügend Kreativität konnte man so selbst die Star Wars Raumschiffe nachbauen, heute gibt es diese bereits offiziell im Laden zu kaufen. Man nehme also Lego und Star Wars, zwei äußerst erfolgreiche Marken, und kombiniere sie zu einem Videospiel. Das Ergebnis war „Lego Star Wars“, welches im letzten Jahr äußerst erfolgreich nicht nur junge Spieler an den Bildschirm fesselte. Kein Wunder also, dass bereits 2006 der Nachfolger in den Startlöchern steht. Unsere Preview gibt euch einen ersten Eindruck vom Spiel.
Die Rückkehr der Lego-Ritter
Während sich das erste „Lego Star Wars“ noch auf die drei neueren Episoden konzentrierte, widmet sich der zweite Teil voll und ganz der alten Triologie. Dadurch trefft Ihr auf bekannte Charaktere wie Darth Vader, Obi-Wan Kenobi, Prinzessin Leia, Luke Skywalker und natürlich Han Solo sowie Chewbacca. Dementsprechend besucht Ihr auch die vielen Schauplätze der drei Filme. Alles fängt mit der Gefangennahme von Prinzessin Leia an und endet schließlich mit der Schlacht um den zweiten Todesstern.
Spielspaß pur
„Lego Star Wars 2“ erzählt zwar im groben die schon bekannte Star Wars Geschichte, bietet aber durch die humoristische Erzählweise einen anderen Blick darauf. Die liebevoll gestalteten Charaktere und Levels tun ihr übriges. Gerade die aus Legoteilen bestehenden Figuren sorgen für die ein oder andere schöne Szene. Wenn etwa Han Solo dem Kopfgeldjäger Greedo zuerst die obere Körperhälfte wegschießt, dieser dann nach unten schaut und anschließend in seine Einzelteile zerfällt. Diese immer wiederkehrenden Elemente machen das Spiel so spaßig. Schmunzeln muss man zum Beispiel, als man ein Kino in Mos Eisley mit dem Film „Lego Star Wars“ im Programm, oder eine Waschanlage entdeckt.
Neu hinzugekommen sind im zweiten Teil Fahrzeuge und Kreaturen, in die man an jeder beliebigen Stelle ein- und aussteigen kann. Vorher muss aber ein AT-ST etwa von Obi-Wan Kenobi noch mit Hilfe der Macht zusammengesetzt werden. Mit der Macht sorgt Ihr auch dafür, dass Kisten an bestimmte Stellen gehoben, Treppen versetzt oder Gegner verwirrt werden. An manchen Stellen ist das auch zwingend notwendig, da gerade C3-PO nicht springen kann und so eine Treppe benötigt. Die Droiden wiederum sorgen dafür, dass bestimmte Türen oder Geräte funktionieren. Solche kleineren Rätsel lockern immer mal wieder das Spielgeschehen auf, damit ihr nicht nur geradewegs durch die Level lauft.
Im Free Play Modus gibt es derweil einen ganzen Baukasten, mit dem ihr einen eigenen Charakter aus vorgegebenen Teilen zusammenbasteln könnt. Insgesamt sollen sich damit ganze 50 unterschiedliche Figuren zusammensetzen lassen, zum Beispiel auch ein Kopfgeldjäger mit rosa Rüstung. Am PC, auf der Xbox sowie der PlayStation 2 lassen sich durch das importieren eines Spielstandes aus dem ersten Teil sogar bis zu 56 weitere Modelle freischalten, insgesamt stehen damit mehr als 100 Charaktere zur Auswahl.
Solide Technik
Wer von „Lego Star Wars 2“ ein grafisches Wunderwerk erwartet, könnte unter Umständen enttäuscht werden. Zu den grafischen Highlights zählt das Spiel zwar nicht, aber dennoch ist die erzeugte Atmosphäre äußerst stimmig und auch Schauplätze wie Mos Eisley bieten einen hohen Wiedererkennungswert. Außerdem wären da noch die bereits erwähnten liebevoll gestalteten und animierten Charaktere, die dem Spiel diesen besonderen Charme verleihen. Allerdings stört auch im zweiten Teil an einigen Stellen wieder die feste Kameraposition. Größtenteils ist die Übersicht zwar in Ordnung, an manchen Punkten aber wünscht man sich kurz mal eine freie Kamerasicht herbei. Den Spielspaß beeinträchtigt das aber kaum.
Wie nahezu jedes Star Wars Spiel nutzt auch „Lego Star Wars 2“ die offiziellen Soundtracks und Soundeffekte voll aus. Blaster klingen wie Blaster und auch das Lichtschwert surrt wie ein Lichtschwert. Die Charaktere an sich nutzen zwar keine wirklich verständliche Sprachausgabe, aber der echte Star Wars Fan weiß sowieso worum es geht und was zu tun ist.