Vor fast einem Jahr erschien „Battlefield 2“ und setzte den Erfolg der Vorgänger schon fast erwartungsgemäß fort. Schon in diesem Jahr soll der nächste Teil der Reihe, „Battlefield 2142“, an den Start gehen. In unserem Preview geben wir euch einen ersten Eindruck über die Neuerungen des Multiplayer-Shooters.
Ice Ice Baby
Die Zukunft sieht für die Menschheit nicht gerade rosig aus. In der Welt von „Battlefield 2142“ leben bereits 15 Milliarden Menschen auf der Erde, die wegen einer neuen Eiszeit zusammenrücken müssen. Dadurch werden viele Gebiete unbewohnbar, wodurch wiederum Kämpfe um das noch vorhandene Territorium ausbrechen. Das Spiel konzentriert sich dabei vorerst auf die Europäische Union sowie die panasiatische Koalition, welche von Russland angeführt wird. Letztere können aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte nicht nach Südasien ausweichen, stattdessen peilt man Nordafrika an. Doch da wollen sich schon die Europäer breit machen, so kommt es zum unausweichlichen Kampf. Weitere Fraktionen und Schauplätze sind für Add-Ons natürlich nicht ausgeschlossen.
Willkommen in der Zukunft
Für das fertige Spiel plant man derzeit zehn unterschiedliche Karten, die allesamt, wie oben beschrieben, im afrikanischen Raum angesiedelt sind. Ein Beispiel dafür ist Gibraltar, eine vergleichsweise kleine Karte, also besonders geeignet für spannende Infanteriekämpfe. Die Gefechte zwischen den Soldaten sollen dabei noch einmal ein Stück schneller ablaufen als noch in „Battlefield 2“. Dank der modernen Zukunftstechnologien bekommt man zum Beispiel Infos darüber, wie viel der Gegner noch aushält oder welche Waffen er trägt. Zudem werden seine Position und eben jene gesammelten Daten auch an die Squadmitglieder weitergeleitet, aber wiederum nicht an alle Spieler des eigenen Teams. Dadurch wollen die Entwickler die Bildung von Squads noch mehr fördern, da die Mitglieder so zum Beispiel einen Hinterhalt für feindliche Fahrzeuge planen können. Außerdem sollen die Squadmitglieder im Kampf mehr Punkte bekommen als diejenigen, welche solo unterwegs sind. Anführer eines Trupps können sogar mobile Spawnpunkte setzen, wodurch die Kollegen auch nach ihrem virtuellen Tod noch an dem festgelegten Plätzen wieder ins Spiel einsteigen dürfen.
Die einzelnen Soldatenklassen sollen sich derweil besser an die bevorzugte Spielweise anpassen lassen. Bevor ihr ins Spiel einsteigt, könnt ihr verschiedenste Ausrüstungsgegenstände auswählen, zum Beispiel eine Tarnvorrichtung kombiniert mit wirkungsvollem C7-Sprengstoff. Wie in „Battlefield 2“ wird es auch hier wieder spezielle Ränge und freischaltbare Waffen sowie Ausrüstungsgegenstände geben.
Wer die bisherigen Teile der „Battlefield“-Reihe gespielt hat, der weiß, dass die Flugzeuge dort in den Händen von geübten Spielern eine mächtige Waffe darstellten. In „Battlefield 2142“ sollen die Lufteinheiten allerdings etwas langsamer und schwächer ausfallen. Zudem gibt es am Boden Flakgeschütze, welche eine EMP-Rakete abfeuern können. Wird ein Flugzeug von dieser getroffen, dann verbleibt es kurze Zeit an der gleichen Position und ist dadurch ein perfektes Ziel. Panzer sind hingegen wie üblich vorn stark gepanzert, aber von hinten recht anfällig. Die neuen Kampfmechs lassen sich am besten von einem getarnten Infanteristen ausschalten, der sich unter die Kolosse schleicht und dort Sprengstoff platziert. Den Zustand der feindlichen Fahrzeuge bekommt man nun ebenfalls immer auf dem Interface angezeigt.
Kampf der Titanen
Der aus den Vorgängern bekannte Conquest-Modus ist natürlich auch diesmal wieder mit von der Partie. Einige Karten lassen sich nur in diesem Modus spielen, andere wiederum nutzen eine komplett neue Spielvariante. Ja, richtig gehört. Im vierten Teil der „Battlefield“-Reihe gibt es den so genannten Titan-Modus als Neuerung. Darauf befindet sich für jede Seite jeweils ein namensgebender Titan auf dem Schlachtfeld. Dieser dient gleichzeitig als schwebendes Schlachtschiff und auch als Träger. Ziel in diesem Spielmodus ist es, den feindlichen Titan zu vernichten. Das ist alles andere als einfach, schließlich muss man erstmal dort ankommen, anschließend ins Innere vordringen und den Reaktor des Schiffs sprengen. Bevor dies gelingen kann, müssen erst dessen Schilde ausgeschaltet werden. Dafür findet ihr auf den Karten mehrere Raketensilos, welche alle zwei Minuten eine Anti-Titan Rakete starten können. Es lohnt sich also, diese Abschussvorrichtungen zu kontrollieren. Alternativ lassen sich die Schilde aber auch mit normalen Waffen langsam aber sicher senken. Schutzschilde sind aber nicht die einzige Verteidigung der fliegenden Festungen, sie können sich mit Hilfe von starken Geschütztürmen verteidigen.
Hier ist einiges an Taktik erforderlich, schließlich sollte man, sobald die Schilde des feindlichen Titanen ausgeschaltet sind, nicht einfach drauf losstürmen. Der Feind kann in der Zeit immer noch selbst die verstreuten Raketensilos einnehmen und einen Gegenangriff starten. An Bord eines Schiffes gelangt ihr mit den so genannten Assault Pods, welche vom eigenen Trägerschiff oder von Transportern am Boden abgeschossen werden. Wer dabei nicht gut zielt, fliegt wieder auf den Boden zurück, an aktivierten Schilden prallen die Kapseln allerdings auch ab. Wer, wie oben erwähnt, keinen mobilen Spawnpunkt hat, muss anschließend wieder auf diese Weise nach oben durchstarten.
Bewährte Technik
Bei der grafischen Darstellung vertrauen die Entwickler auf das Grundgerüst von „Battlefield 2“. Natürlich wird die Engine etwas aufpoliert, geplant sind unter anderem ein verbesserter Renderer sowie neue Animationen und Shadereffekte. Fast so wichtig wie die Grafik ist auch die passende Soundkulisse. Die Sounddesigner wollen diese, wie schon bei den Vorgängern, möglichst realistisch und imposant gestalten. Ebenso geplant ist ein neues Statistik-System, bei dem sich die Daten von überall abrufen lassen. Bei „Battlefield 2“ ist dies zum Beispiel mit der Seite bf2s.com möglich, welche vom Spieler Jeff Minards erstellt wurde.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
