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THE ELDER SCROLLS ONLINE
 Vorschau von Patrick Schwendemann (15.03.2014) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rollenspiel Publisher:Bethesda Softworks
Termin:04. April 2014 Entwickler:ZeniMax Online Studios

Was viele lange Zeit nicht für möglich gehalten hatten, versuchen Bethesda und ZeniMax in die Tat umzusetzen: Ein Massively Multiplayer Online Roleplaying Game (MMORPG) im Elder Scrolls-Universum. Zwei unterschiedliche Spielkonzepte mit unterschiedlichen Fan-Lagern stoßen hierbei zusammen, was wohl sicherlich für eine der spannendsten Veröffentlichungen dieses Jahres sorgen wird. Alle Augen sind auf das ambitionierte Projekt gerichtet – teils hoffnungsvoll, teils herabblickend. Während der kürzlich stattgefundenen Presse-Beta hatten wir die Gelegenheit, das Spiel selbst auszutesten und einen ersten Eindruck zu gewinnen.


Ein kostspieliges Abenteuer

In den letzten Monaten machte The Elder Srolls Online regelmäßig Schlagzeilen. Sowohl das Abonnement-System, das 12,99 Euro im Monat abverlangt, als auch die Implementierung eines zusätzlichen Ingame-Shops machten die Fan-Gemeinde stutzig. Die Bekanntgabe der exklusiven Inhalte der sogenannten "Imperial Edition" brachte das Fass schließlich beinahe zum Überkochen. Ein ganzes Volk soll Käufern der Standard-Version nämlich vorenthalten werden. Wer sich einen Charakter vom Volk der Kaiserlichen erstellen will, muss 25 Euro auf den gewöhnlichen Kaufpreis mit drauf rechnen. Sicherlich stört diese Tatsache manche Spieler mehr und manche weniger. Doch stellt sich die Frage, ob das Grundkonzept der Spiele-was-du-willst-Philosophie dadurch nicht untergraben wird.

Ohne Frage wurden mehr als nur eine Handvoll potenzieller Käufer angesichts dieser Neuigkeiten vergrault. Ob der Release auf vier verschiedenen Plattformen sich nicht doch als Fluch statt Segen erweisen wird, bleibt deshalb abzuwarten. Immerhin wird die zukünftige Community dadurch im Grunde in drei gespalten. PC- und MAC-Spieler dürfen sich selbstverständlich untereinander austoben, doch PlayStation 4- und Xbox One-Kunden bilden jeweils eine eigene Gemeinschaft. Wird es The Elder Scrolls Online schaffen, ganze drei Gruppen mit genügend Spielern zu versorgen? Zumindest die hohe Qualität des Spiels spricht dafür.





Mehr als nur ein Name

Spiele der Marke Elder Scrolls sind vielleicht durchaus für den ein oder anderen Bug nach Veröffentlichung bekannt, aber ebenso sehr für ihre atemberaubenden Spielwelten. ZeniMax setzt diesen Trend mit ihrem Online-Rollenspiel fort. Weite Landschaften und eine fesselnde akustische Begleitung ziehen den Spieler in den Bann. Darüber hinaus bietet das Spiel deutlich mehr szenische Abwechslung als seine Vorgänger. Während sich Morrowind, »Oblivion oder »Skyrim auf eine einzelne Provinz Tamriels beschränkten, können wir in The Elder Scrolls Online einen Großteil des Kontinents erforschen und dabei entweder in bekannten Gebieten wie Himmelsrand auf Achse gehen oder beispielsweise die bisher unerforschten Gefilde Elsweyrs betreten.

Ein paar Einschränkungen müssen wir aber leider doch in Kauf nehmen. Aus Balance-Gründen ist es mitunter nicht möglich, sich heimlich an den Portmonnaies von Nicht-Spieler-Charakteren zu bereichern oder mächtige Waffen aus Händlerarsenalen mitgehen zu lassen. Die gewohnt große Freiheit der Reihe, die bisher zweifellos eines der Markenzeichen dargestellt hat, ist also zumindest ein wenig eingeschränkt. Im Ausgleich bietet das Spiel jedoch andere Möglichkeiten, die Welt auf sich wirken zu lassen. Durch rar gesäte und gut versteckte Himmelsscherben werden wir z.B. zum Erkunden der Spielwelt motiviert. Bekommen wir einen der glitzernden Splitter nämlich in unsere Finger, werden wir mit einem zusätzlichen Fertigkeitenpunkt belohnt. Auf unseren Reisen treffen wird darüber hinaus auf Questgeber, die uns entgegenlaufen und um Unterstützung bitten, sowie auf Bettler, denen wir für ein paar Silberstücke über die Runden helfen können. Keine Frage: Für ein Online-Rollenspiel fühlt sich die Spielwelt erstaunlich lebendig an.

Aufgrund des Genre-Wechsels sind selbstverständlich gewisse grafische Abstriche und Anpassungen zu erwarten. Den Detailgrad Skyrims erreicht der Nachfolger nicht ganz. Dennoch ist das Spiel alles andere als unschön, und das bei einer Performance, die selbst während riesigen PVP-Schlachten nicht in die Knie geht. Sowohl optisch als auch atmosphärisch kommen Elder Scrolls-Fans hier auf ihre Kosten.


Innovation oder Perfektion?

Umstritten ist viel eher das Questdesign, das zumindest auf dem ersten Blick stark an das altbewährte aber mittlerweile eingerostete Standard-Gameplay des Genres erinnert. Anders als in vielen anderen Spielen und entgegen den Erwartungen vieler bindet uns The Elder Scrolls Online zu einem gegebenen Zeitpunkt jedoch kein Dutzend repetitiver und schnell zu bewältigender Aufgaben auf. Beinahe jede Quest ist Teil einer längeren Missionsreihe, die mit einer interessanten Geschichte und Deutsch synchronisierten Dialogszenen ausgeschmückt ist. Oftmals besuchen wir im Rahmen unserer Missionen sogar kleine Mini-Dungeons, die stark an die Gruften vorangegangener Spiele erinnern. Dort müssen wir manchmal bestimmte Figuren retten, Gegenstände finden oder verwenden oder bestimmte mächtige Monster töten. Reine "Kill-Quests", die heutzutage vielerseits verpönt sind, gibt es im Spiel vergleichsweise selten.

Wer Innovation in diesem Bereich erwartet, wird letztendlich dennoch enttäuscht werden, denn Neuerungen gibt es keine. Das nächste »Guild Wars 2 lässt noch auf sich warten. Nichtsdestotrotz muss den Entwicklern zugute gehalten werden, dass das MMO-typische Questdesign in The Elder Scrolls Online einfach auf einem sehr hohen Niveau ausgeführt wird. Spieler, die sich am gewöhnlichen Missionsalltag nicht stören, dürfen sich auf ein tolles Abenteuer mit dem ein oder anderen Easter Egg und Augenzwinker freuen.


Die Qual der Wahl

Im Kampf erinnert das nächste Kapitel der Elder Scrolls-Reihe zunächst an seine Vorgänger. Mit der linken Maustaste können wir starke oder schwache Angriffe ausführen, während die rechte Taste zum Blocken dient. Neu ist allerdings die Aktionsleiste am unteren Bildschirmrand, auf der unsere Spezialfähigkeiten platziert sind. Anfangs sind wir mit maximal sechs Plätzen in der Leiste etwas in unserer Spielweise eingeschränkt. Auf Stufe 15 eröffnet sich uns allerdings die Möglichkeit, die Waffe und Fähigkeitenleiste während des Kampfes zu wechseln, wodurch sich uns zusätzliche strategische Möglichkeiten eröffnen.

The Elder Scrolls Online lässt sich in Ego- und Third-Person-Ansicht spielen. Gerade in Gefechtssituationen ist letztere jedoch eindeutig die bessere Wahl, da der Überblick über das Schlachtfeld damit deutlich leichter fällt. Zudem kratzt das schwache optische und akustische Trefferfeedback ein wenig an der Atmosphäre der First-Person-Ansicht.

Wie wir uns im Kampf verhalten, bleibt uns überlassen. Zur Individualisierung unseres Charakters stehen uns nämlich einige Optionen zur Verfügung. Beim Stufenaufstieg erhalten wir einen Attributspunkt, den wir wie in Skyrim entweder in Leben, Ausdauer oder Magicka investieren könne. Richtig interessant sind jedoch die Fertigkeitenpunkte. Diese lassen sich einsetzen, um – wer hätte es gedacht – Fertigkeiten freizuschalten. Jede Klasse verfügt über drei unterschiedliche Skill-Schulen, doch auch in Waffen-, Rüstungs- und Volkspezifische Fähigkeiten dürfen wir investieren. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen passiven und aktiven Talenten. Ein bestimmter Skill der "Leichte Rüstung"-Spezialisierung erhöht beispielsweise die Magicka-Regeneration. Im Gegenzug können wir für den Waffentyp "Wiederherstellungsstab" mehrere Heilungszauber freischalten, die in brenzligen Situationen den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten können. Auch das ein oder ander Lore-orientierte Talent steht uns zur Verfügung. Nachdem wir der Magiergilde beitreten, haben wir unter anderem die Möglichkeit, exklusive Dialogoptionen für Gespräche mit bestimmten Charakteren freizuschalten. Ob man dazu aber wirklich einen Fertigkeitenpunkt einsetzen will, den man stattdessen nutzen könnte, um seinen Avatar zu verstärken, muss jeder für sich entscheiden.

Anfangs lässt sich zwischen vier verschiedenen Klassen und neun Völkern wählen, wobei jede erdenkliche Kombination möglich ist. Allerdings sind die Rassen in drei Allianzen unterteilt, die jeweils in unterschiedlichen Gebieten starten und nur untereinander Gruppen bilden können. Wer mit Freunden gemeinsam in The Elder Scrolls Online einsteigen will, sollte sich im Voraus also gut überlegen, welches Volk er spielen möchte. Ebenso wichtig ist jedoch die Wahl der Klasse. Der Dragonknight verfügt über mehrere nahkampforientierte Fähigkeiten, die Feuerschaden verursachen oder die Verteidigung erhöhen. Die Nightblade-Profession greift hingegen aus dem Hinterhalt an und ist besonders effektiv gegen einzelne Ziele. In der zweiten Schlachtreihe trifft man den Sorcerer an, der mit verschiedenen Schadens-, Kontroll- und Beschwörungszaubern hantiert. Der Templar unterstützt seine Gruppe letztlich mit göttlicher Magie, die beispielsweise Wunden heilt.


Größer ist nicht gleich besser

Fleißige Handwerker werden sich in The Elder Scrolls Online richtig austoben können. Fünf Berufe gibt es im Spiel: Kochen, Verzauberung, Alchemie, Rüstungsschmied und Waffenschmied. Erlernen müssen wir die einzelnen Professionen nicht. Darin unterscheidet sich das Crafting-System von denen vieler anderer Spiele. Ein weiteres distinktives Merkmal ist die Art und Weise, wie wir Gegenstände herstellen. Anstatt aus einer simplen Liste ein vorgegebenes Item auszuwählen, erstellen wir unser ganz persönliches. Dabei bedienen wir uns einer Reihe Modifikatoren. Wollen wir beispielsweise unseren längst überholten Knüppel ersetzen, entscheiden wir uns natürlich zunächst für einen besimmten Waffentyp. Anschließend legen wir uns auf ein Material und einen Stil fest, was die Qualität und das Aussehen unseres Gegenstands beeinflusst. Zuletzt können wir der Waffe noch eine bestimmte Eigenschaft wie etwa "präzise" verleihen, was die kritische Trefferwertung erhöht. Je nach Auswahl benötigen wir zum Herstellen unterschiedliche Materialien. Sicherlich gibt es ein Limit an möglicher Gegenstände, die sich auf diese Weise kreieren lassen. Nichtsdestotrotz fühlt sich der Prozess aber deutlich individueller an, als einfach nur aus einer Liste vorgegebener Items zu wählen.

Auch die PVP-Schlachten heben sich von der Konkurrenz ab. Am ehesten sind die sogenannten Allianzkriege mit den Welt-gegen-Welt-Kämpfen aus Guild Wars 2 vergleichbar. Letztendlich geht es darum, so viele Festungen wie möglich einzunehmen und die Schriftrollen der Alten, also die Elder Scrolls, zu erobern und verteidigen. Das ganze hört sich simpel an, nimmt aber ein unglaubliches Ausmaß an. Wer von der Fläche der Grenzländer in ArenaNets 2012er-Titel beeindruckt war, wird bei der um ein Vielfaches größeren PVP-Karte Cyrodiil erst richtig ins Staunen kommen. Ähnlich verhält es sich mit den Festungskämpfen, die aus mehreren Phasen bestehen und den cleveren Einsatz von Belagerungswaffen erfordern.

Größe ist bekannterweise allerdings nicht alles. Gerade in Hinsicht auf das äußerst kontroverse Geschäftsmodell hinter The Elder Scrolls Online könnte sich das enorme Ausmaß der Allianzkriege als Nachteil erweisen. Aufgrund des Abonnement-Systems ist die Spielerbasis von Grund auf bereits eingeschränkt, und der vorhandene Ingame-Shop wird vermutlich weitere Interessenten abschrecken. Rechnen wir hier noch die Dreispaltung der Community hinzu, stellt sich letztendlich die Frage, ob das PVP rund um die Uhr überhaupt mit genügend Kriegern versorgt werden kann. Denn so vielversprechend das Prinzip dahinter auch klingt: Ohne die großen nötigen Spielermassen fällt das System in sich zusammen. Eventuell wirkt dem jedoch die vielfach umworbene Megaserver-Technologie entgegen. Pro Region soll es nämlich nur einen einzigen Realm geben.





Der Spagat zwischen Online-Rollenspiel und Elder Scrolls gelingt ZeniMax erstaunlich gut. Zumindest während der Einzelspieler- und Levelphase lässt sich The Elder Scrolls Online auf beide Arten genießen. Wie jedes andere MMORPG steht und fällt der Titel aber letztendlich wohl mit den Endgame-Inhalten. Inwiefern diese vorhanden sind und auf Dauer motivieren können, bleibt abzuwarten. Bis dahin bietet das Spiel jedoch ein äußerst umfrangreiches, komplexes und liebevoll zusammengestelltes Abenteuer, das auf jeden Fall eine Chance verdient hat. Sowohl MMO-Fans als auch Elder Scrolls-Freunde sollten einen Blick riskieren.
 
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