Zufallsgenerierte Dungeons, eine einladende Oberwelt, niedliche Haustiere und ordentlich Gemetzel. Das und noch mehr verspricht Daedalic mit Torchlight 2. Dabei setzt der Nachfolger des 2009 veröffentlichen Rollenspiels endlich einen Mehrspieler-Modus mit auf den Plan. Diesen haben wir schon einmal gründlich angespielt und einen Dungeon gemeistert. Was dabei gut und weniger gut rüber kam, erfahrt ihr hier.
Poly statt Mono
Dass etwas mit mehreren Leuten mehr Spaß macht, ist nicht nur im echten Leben so, sondern auch in der virtuellen Welt. Das hat Daedalic scheinbar verstanden und baut in
Torchlight 2 den Multiplayer ein, den wir uns eigentlich schon im ersten Teil gewünscht hätten. Damals ließen Grafik, Gameplay und Story ein typisches Online-Rollenspiel erwarten - um so überraschter dürften die meisten gewesen sein, als sie sich alleine innerhalb der Mauern von Torchlight, der namensgebenden Anfangsstadt, wiederfanden.
Das soll nun anders werden. Durch den neuen Multiplayer-Modus kann
Torchlight 2 nicht nur alleine, sondern auch online und im lokalen Netzwerk gespielt werden. Ihr braucht nichtmal für jeden Modus einen eigenen Charakter, euer Avatar ist in allen drei Modi spiel- und auflevelbar. Statt drei stehen euch nun vier Charakter-Klassen zur Verfügung: Berserker, Engineer, Embermage und Outlander.
Wer hat aus meinem Glas getrunken?
Die Hauptstoryline von
Torchlight 2 dreht sich vor allem um eines: Die Essenz von Ordaks Macht. Was sich hinter diesem ominösen Namen verbirgt ist unbekannt - euer Job ist es jedenfalls diese Essenz zu finden. Das hört sich zwar nicht allzu interessant an und hat es in ähnlicher Weise schon in geschätzt hundert anderen Rollenspielen gegeben. Daedalic verspricht jedoch eine interessante Story mit einigen unerwarteten Wendepunkten. Wir sind gespannt.
Auf eurer Suche reist ihr quer über - und durch - den Kontinent Vilderan, der bereits aus dem ersten Teil bekannt ist. Die meiste Spielzeit werdet ihr in den zufallsgenerierten Höhlen, Minen und Ruinen verbringen. Ja, richtig gelesen: Alle Dungeons werden durch die Engine zufällig zusammengestellt und garantieren somit jedes Mal eine neue Erfahrung.
Zufälle gibts...
...und wie der Zufall so will, konnten wir selbst einen der zufällig kreierten Dungeons erkunden und sind dabei nicht ganz so zufällig auf einige Gemeinsamkeiten mit
Diablo gestoßen. Kein Wunder: Nicht nur baut auch dieser seine Areale zufällig auf, Entwickler Runic Games war an dem Titel ebenfalls beteiligt.
Mit unserem Berserker haben wir einen sich über zwei Ebenen erstreckenden Dungeon erkundet. Das hätte aber nicht so sein müssen. "Auch die Anzahl der Ebenen ist zufallsgeneriert.", erklärt uns einer der Entwickler vor Ort.
Monster, Skelette und Riesenbabys
Auf unserem Weg durch die dunklen Hallen des Dungeons sind uns - ohne zu übertreiben - Tausende von Gegnern über den Weg gelaufen. Egal ob surreale Monster, torkelnde Skelette oder angepisste Geister -
Torchlight 2 wird von den Entwicklern nicht ohne Grund als Hack’n’Slay-Rollenspiel bezeichnet. Hier wird wirklich alles aus dem Weg gemetzelt, was... naja... im Weg steht halt.
Am Ende der unterirdischen Höhle sind wir dann schließlich auf den Endboss getroffen: Ein etwa drei Meter großes Riesenbaby, getarnt als scheußliches Monster. Einige gezielte Schläge, hier und da eine Spezialfähigkeit und schon bald schicken wir auch diesen Gegner in die Traumwelt. Schnell noch das Quest-Item aufgehoben und durch ein Portal zurück an die Oberwelt.
Noch mehr Items
Im Gegensatz zum Vorgänger soll es
Torchlight 2 wesentlich einfacher machen, das virutelle Waffenarsenal und Rüstung zusammenzustellen. Das liegt an der erhöhten Drop-Rate. Kurz formuliert kann man sagen: Mehr Feinde lassen mehr Gegenstände fallen. Das fängt bei simplen - aber wichtigen - Lebenstränken an und geht bis hin zu legendären Ausrüstungsgegenständen. Außerdem wird es möglich sein, mit verschiedenen Edelsteinen die sonst eher langweilige Rüstung zu verbessern. Hoffentlich wird es nicht zu einfach, sodass sich schon im frühen Spielverlauf die perfekte Ausrüstung finden ließe.
Solltet ihr mal keinen Platz mehr im Inventar haben, wird dieses Problem ähnlich elegant gelöst wie im ersten Teil: Anstatt sich ziwschen den Items entscheiden zu müssen, kann das stetig an euer Seite laufende Haustier als Packesel genutzt werden. Ist auch hier der Platz ausgeschöpft, läuft das Pet auf Mausklick zurück zur Stadt und verkauft dort das Inventar. Eine Minute später kehrt es also nicht nur mit neuem Platz wieder, sondern auch mit einem großen Batzen Geld.