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DAS SCHWARZE AUGE: SATINAVS KETTEN
 Vorschau von Kevin Lunn (25.08.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Daedalic
Termin:1. Jahreshälfte 2012 Entwickler:Deep Silver

Egal ob ein auf dem Scheiterhaufen verbrannter Seher, eine hübsche Elfin, mysteriöse Ereignisse oder ein junger Knabe, der vom Pech verfolgt wird - Satinavs Ketten gliedert sich in das typische Universum von Das Schwarze Auge ein. Ausnahmsweise jedoch nicht im Rollenspiel-Genre, sondern als Point&Click-Adventure. Wir haben uns einen ersten Eindruck auf der diesjährigen gamescom verschafft und wollen natürlich auch eure Augen etwas aufhellen sehen.


Krähenplage


Die Geschichte könnte nicht viel düsterer beginnen: Ein Seher durchquert die Pforten der kleinen Stadt Andergast und prophezeit schreckliche Dinge, wie den Tot des Königs. Auch wenn ihm zu Beginn nur wenige Leute Beachtung schenken, gehen bald darauf die düsteren Vorhersagen in Erfüllung. Und wie sollte es nun anders sein, gibt das abergläubische Volk von Andergast natürlich dem Seher die Schuld, der sich selbst wenige Augenblicke später auf dem Scheiterhaufen brennend wiederfindet. Noch bevor er sich jedoch zu Asche verwandelt, spricht er den jungen Geron als Unglücksbringer der Stadt aus.

Das ist die Stelle an der ihr ins Spiel kommt, denn natürlich übernehmt ihr die Rolle von Geron, der seit dem Vorfall mit dem Seher ein schweres Leben führt. Er wird zum Außenseiter und die meisten meiden seine Nähe. Als der König jedoch ein Rätsel aufgibt, bei dessen Lösung dem jeweiligen Bürger eine Audienz gewährt wird, sieht Geron die Chance, endlich seinem gebranntmarkten Leben zu entkommen. Als dann auch noch eine Krähenplage über Andergast kommt, macht ihr euch auf die Spuren der fliegenden Nervtöter. Ob der einst verbrannte Seher wohl in irgendeiner Weise dahinter steckt?


Point and Click

Wie erwähnt entfernt sich Satinavs Ketten das erste Mal in der DSA-Geschichte von den typischen Rollespielelementen und setzt voll und ganz auf Rätsel in Point&Click-Manier. Dabei wird das DSA-Universum jedoch keines Falles außer Acht gelassen. Alles handelt strikt nach Regelwerk, nimmt bisherige Fakten auf und füllt Lücken der Geschichte, wie zum Beispiel das bekannte Lied von der Bärenbraut, das erstmals vertont wurde.

Satinavs Ketten bietet sich also neben erfahrenen DSA-Spielern auch super für Neulinge in der Welt von Das Schwarze Auge an. Das liegt vor allem an der Story, welche nur wenige Informationen aus dem kompletten Regelwerk entnimmt.


Handarbeit bis ins kleinste Detail

Ein besonderes Augenmerk solltet ihr auf die Grafik von Satinavs Ketten legen. Bis ins kleinste Detail wurde alles per Hand gezeichnet und versprüht so einen ganz besonderen Charme. Einzig Geron wurde mit 3D-Technik überarbeitet, damit die Animationen eurer Spielfigur flüssiger ineinander übergehen. Außerdem verspricht Daedalic volles HD-Erlebnis in Widescreen-Auflösung.

Auch die Zwischensequenzen sehen klasse aus: Einzelbilder in Sepia-Farbgebung und melancholische Melodien erzählen wortlos die Geschichte zwischen einzelnen Abschnitten. Das restliche Spiel wird komplett synchronisiert. Dazu gehören auch die Antwortmöglichkeiten, zwischen denen ihr während eines Gesprächs wählen könnt.



Als eigentlich überzeugter Point&Click-Gegner bin ich überrascht, wie gut mir die frühe Version von Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten doch gefallen hat. Es bietet eine spannende Geschichte, grandiose Grafiken und Animationen und achtet sehr aufs Detail. So muss ein Spiel sein. Zu guter Letzt kann man jedoch wie immer nur hoffen, dass das Spiel auch im Endstadion so gut wird, wie der Entwickler verspricht. Ich bin guter Dinge und freue mich das erste Mal, bald ein Point&Click-Adventure in die Hand nehmen zu dürfen.
 
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spannende Story
handgezeichnete Grafik und Animation
DSA-Vorkenntnisse nicht vorausgesetzt


Offizielle Website:
 satinavs-ketten.de



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