Erst kürzlich ist mit »Dead Rising 2 mal wieder ein neuer Titel für Zombie-Fans erschienen. Doch wirkliche Neuerungen versprechen die wenigsten der Titel, in denen schwer röchelnde Untote auf die letzten Überlebenden zustürmen (Left 4 Dead) oder eben zutorkeln (Dead Rising 2). Ändern wird daran auch das eher unbekannte deutsche Entwicklerstudio Crenetic nichts, die meisten Konventionen im Zombie-Sektor werden vom lediglich 10-köpfigen Team beibehalten. Doch eine grundlegende Änderung führt Crenetic ein: Die isometrische Kamera-Perspektive. Im Zuge einer Vorschau-Version haben wir uns die Action-Schnetzelei Trapped Dead in mehreren Missionen angeschaut.
Eine unheimliche Mär?
Viele werden sich sicherlich fragen, ob es denn wirklich sinnvoll ist, ein Zombiespiel aus der Vogelperspektive zu spielen und ob dabei nicht Spannung sowie Intensität flöten gehen. Auf den ersten Blick mag es zwar ungewohnt erscheinen, seinen Charakter von hoch oben mit Mausklicks durch die Levels zu schicken, doch allein die stimmige Kulisse verspricht zu Beginn einen unheimlichen Trip quer durch das Amerika der frühen 80er Jahre.
Eine kleine Stadt namens Hedge Hill (nahe Kansas City, Missouri) dient als Schauplatz der nicht wirklich kreativen Story: Ein Virus bricht aus und verbreitet sich rasend schnell im ganzen Land... Schon mal gehört?
Die altbekannte Vorgeschichte ist aber nicht weiter schlimm, da die Atmosphäre zum Spielstart unserer Preview-Fassung schwer in Ordnung geht. Auch wenn die Technik von
Trapped Dead angestaubt wirkt, die Gestaltung der Level an sich, kann sich sehen lassen. Zwar gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, was wir nicht schon aus anderen Spielen kennen, dennoch machen kleine Details wie Lichteffekte einen stimmungsvollen Eindruck. Gefallen haben uns außerdem die Comic-Strips, die echte Zwischensequenzen ersetzen und trotz Standbildern düsteren Flair versprühen. An anderer Stelle hingegen versagt die Präsentation mit schwachen Effekten, teils ungelenken Animationen oder kleineren Grafikfehlern. All das dürfte aber bis zum Release Ende November optimiert werden.
Studenten gegen das Unheil
Eigentlich wollten die beiden Studenten Mike und Gerald nach einem anstrengenden Tag nur tanken, doch schnell bekommen sie Wind davon, dass irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Nach einer Einführungsmission an der Tankstelle und einem anschließend von Zombies gebissenen Kumpel, geht es weiter ins Krankenhaus. Anfangs nur mit einem Baseball-Schläger, später mit mächtigen Waffen wie der berüchtigten Kettensäge bewaffnet, navigiert ihr eure Spielfigur via Maus von einem Fleck zum nächsten, mit der rechten Maustaste werden Gegner angegriffen.
Leider reagierte die Kamera in unserer Vorschau-Version von
Trapped Dead noch sehr behäbig und wollte sich nicht wirklich weich unserer Wunschposition anpassen. Folglich steuerten wir unser Alter Ego eher schlecht als recht durch die Gegend und ärgerten uns zugleich über die fehlende Schnellspeicher-Funktion. Das Fehlen von Letzterer bescherte uns etliche Neustarts und ließ Frust aufkommen. Lediglich in sporadischen Abständen speichert das Spiel automatisch.