Nach Battlefield 1942 toben zwischen 1968 und 1972 in Vietnam neue Kriege. Battlefield Vietnam, der neuste Teil des teambasierten Shooters, spielt in genau dieser Zeit und versucht durch Neuerungen die Konkurrenz gar nicht erst entstehen zu lassen. Wir sind mit dem neusten Streich von Digital Illusions in den Krieg gezogen. Ob es ein Sieg auf ganzer Linie werden könnte, erfahrt ihr in unserem Preview.
Voller Durchblick
Die Entwickler haben bei Battlefield Vietnam auf ein realistisches, aber auch faires Spielgefühl geachtet. Deshalb werdet ihr nicht sehr oft auf dicht bewachsene Wälder á la Vietcong stoßen und eher in kniehohem Gras Denkung suchen müssen. Auch, wenn dabei nicht das optimale Vietnam-Feeling rüberkommt, macht das Spiel wieder irre viel spaß. Die Vietnam-Atmosphäre wird nur durch Details, wie zum Beispiel Hängebrücken aufgeppepelt. Die großen Panzer brauchen ja schließlich auch Platz zum Manövrieren. Doch Digital Illusions setzt in BF Vietnam erstmals eine neue Programm-Routine namens Undergrowth (Gestrüpp) ein, die an fast allen Stellen kniehohes Grass wachsen lässt. Dies erleichtert natürlich den Scharfschützen ihre Arbeit.
Amerikaner vs. Vietnamesen
Das Terrain allgemein spielt in Vietnam eine große Rolle. Anders als im Vorgänger, kann man mit einem Feldstecher nicht mehr 2 Kilometer weit entfernte Gegner erspähen, die Sicht reicht manchmal nur noch bis zu 2 Metern. Die beiden Parteien passen sich der Umgebung mehr oder weniger gut an. Die Amerikaner beherschen den Luftraum und setzen auf neuste Technik, die Vietnamesen dagegen schicken ihre Dschungel-Kämpfer (Guerillas) ins Kampfgebiet. So können sie sich an die G.I.s der Amerikaner heranschleichen und sie in einen Hinterhalt locken. Das kann aber auch anders ausgehen: Ein Trupp G.I.s kann genauso im Dickicht auf Truppen der nordvietnamesischen Armee (NVA) lauern. Doch soll der Realismuss teilweise wieder ein wenig nach hinten gerückt werden und die Spielbarkeit in den Vordergrund.
Aus Alt wird Neu
In Battlefield Vietnam wird es vier neue Charakter-Klassen geben: Sturmsoldat, Aufklärer, Ingenieur und ein Spezialist für schwere Waffen. Der Sanitäter musste aus Balancing-Gründen leider das Zeitliche segnen. Für jede dieser Charakter-Klassen gibt es zwei verschiedene Ausrüstungen, so genannte Kits. Ein G.I.-Aufklärer hat zum Beispiel die Wahl aus einem automatischem Gewehr mit Zielfernrohr und Rauchgranaten oder einem M40-Scharfschützengewehr und ein paar Handgranaten. Der NVA-Spezi für schwere Waffen trägt eine schwere MG und wahlweise eine Panzerfaust oder einen Raketenwerfer mit Zielfernrohr. Durch die neuen Kits eröffnen sich ganz neue taktische Möglichkeiten. Und auch die Ingenieure spielen in Vietnam eine sehr wichtige Rolle. Auf Seiten der NVA hat dieser eine Schaufel, mit der er Tunnel ausheben kann, die dann für eigene Einheiten als Einstiegspunkt fungieren. Die Gegner sehen diese Tunnel allerdings nicht auf der auf der Karte, falls sie jedoch einen entdecken sollten, können sie ihn duch Beschuss zerstören. Der US-Ingenieur hat unter anderem für diesen Zweck einen Mörser, den nur er aufstellen kann. Einmal postiert kann dieser jedoch auch von den anderen Teammitgliedern benutzt werden. Sollte dessen Munition einmal verbraucht sein, reicht es ihn einfach wieder neu aufzustellen.
Großer Fuhrpark
Wie im Vorgänger haben die Entwickler wieder ein besonderes Augenmark auf die Fahrzeuge gelegt. Panzer, Jeeps mit aufmontiertem MG oder Raketenwerfer und und und… Eine Neuerung gegenüber Battlefield 1942 sind allerdings die Hubschrauber, die nicht nur zum Angreifen oder zur Verteidigung benutzt werden dürfen. Per Abschleppkette kann man jetzt auch Fahrzeuge ins Kampfgebiet fliegen. Einfach über das Fahrzeug fliegen und die Kette hakt sich nach einer kleinen Wartepause am Panzer ein. Die Hubschrauber-Steuerung der Preview-Version ist noch etwas schwierig, wir hoffen aber, dass die Entwickler hier noch etwas nachbessern.
Mobil? Mobiler!
Neben den normalen Fahnen-Einstiegs-Punkten, gibt es so genannte mobile Einstiegspunkte. Der Spieler kann so im Helikopter oder an einem Tunnel wiederbelebt werden. Die Amis können mit ihrem Helikoptern sogar eine Palette Holzkisten überall auf der Karte absetzen. So kann man den mobilen Spawn-Punkt zum Beispiel hinter einem Gebäude platzieren, wo man ihn nur sehr schlecht findet. Der Tunnel sowie die Kisten-Palette zerfallen aber beim Beschuss. Stabiler ist da das Landungsbot der Amerikaner. Auf Karten mit langen Küstenstreifen hat man damit einen entscheidenden Vorteil. Auch der Multiplayer-Part wurde überarbeitet. Beim neuen Evolution-Modus haben die Entwickler zwei verschiedene Versionen einer Map erstellt. Bei der ersten findet beispielsweise ein NVA-Sturm auf die Ami-Basis statt. Bei der zweiten Variante ist es genau umgekehrt. Die Basis der Amerikaner wurde eingenommen und wo vorher Fahrzeuge standen, ist nur noch ein Bombenkrater.