Endlich ist er wieder im Einsatz: Spezialagent Sam Fisher. In der folgenden Preview könnt ihr euch selber davon überzeugen, dass der Mann mit dem Nachtsichtgerät nichts von seinen alten Fähigkeiten verlernt hat, und dass in Pandora Tomorrow wieder sehr viel Potential steckt.
Gerade ist die Morgendämmerung angebrochen, der Wind pfeift durch die Grashalme und es zieht Nebel auf. Nur das Zirpen der Grillen stört den Gesang der Vögel, die langsam erwachen. Einsam schleicht Sam Fisher in seinem Tarnanzug, in dem er fast ganz mit der Außenwelt verschmilzt, durch den indonesischen Dschungel. Bei jedem Geräusch das er wahrnimmt, schlägt sein Herz schneller, denn er weiß nie, ob es nur ein Tier ist, das aufgeschreckt wurde, oder ob ihn doch eine Patrollie der Guerilla Soldaten bemerkt hat. Er bewegt sich langsam nach vorn, der Top-Agent der CIA-Untergrundorganisation Third Echelon, und jedes Geräusch das von ihm ausgeht, kann verräterisch sein. Auf einmal ist ein Schuss zu hören und eine Kugel zischt ganz knapp an Sams Gesicht vorbei. Scharfschützen haben ihn bemerkt, doch was soll er tun? Vor ihm liegt ein großes Minenfeld, die Lage scheint aussichtslos. Doch genau hier kommt das „Sensory Gameplay“ ins Spiel, denn eine Vibration eures Controllers sagt euch, wenn eine Falle in der Nähe ist und das sind in diesem Falle die Minen. Nur so schafft ihr es euch in den Dschungel zu retten und Schutz zwischen den Bäumen und Büschen zu suchen.
Mehr Freiheit im Spiel
Wie ihr sicher schon bemerkt habt, werdet ihr in Splinter Cell Pandora Tomorrow nicht wieder nur in engen Arealen unterwegs sein. Oft bewegt ihr euch durch große Grünflächen und auch durch den Dschungel, der voller Gefahren steckt. Jedoch hat sich am Grundprinzip nicht viel verändert, ihr müsst natürlich immer noch in Gebäude eindringen und meist unbezahlbare Informationen für eure Auftraggeber besorgen. Wichtig ist, dass ihr bei euren Missionen sehr leise und professionell vorgeht, damit ihr keine Spuren hinterlasst, die euch vielleicht später verraten könnten. Eine Neuerung: Die Schatten verändern sich mit der Stellung der Sonne, so haben die Schleichmissionen am Tag noch viel mehr Anspruch als im Vorgänger. Also müsst ihr sehr drauf achten wo ihr euch mit Sam versteckt, denn werdet ihr erwischt, bekommt ihr auch gleich das neue Alarmsystem zu spüren. Die Gegner sind nämlich auch cleverer geworden: Je mehr sie von eurer Anwesenheit wissen, desto mehr unternehmen sich auch. Nach dem ersten Alarm wird die Wache aufmerksamer, nach dem zweiten zieht sie sich eine Schutzweste über und nach dem dritten wird auch noch ein Helm aufgesetzt. Damit ist sie natürlich nicht mehr so leicht in das Land der Träume zu schicken. Doch Sam hat auch nichts von seinen früheren Fähigkeiten verlernt, ganz im Gegenteil. Den Spagatsprung aus dem ersten Teil beherrscht er noch wie eh und je. So ist es möglich, sich durch Gewichtsverlagerung an zwei Wänden abzustoßen und so dazwischen zu klemmen. Auch der „SWAT Turn“ ist extrem nützlich, dadurch kann sich Sam Fisher blitzschnell an Türen vorbeibewegen ohne von seinen Gegnern gesehen zu werden. Seine Pistole wurde ebenfalls verbessert, so hat sie jetzt einen Laserpointer, mit dem es möglich ist sehr genau zu schießen. Jedoch hat das auch einen Nachtteil: Die Feinde können den roten Punkt sehen und schlagen dann sofort Alarm.
Viele Wege führen zur Lösung
Was den Entwicklern im zweiten Teil von Splinter Cell besonders am Herz liegt, ist die Möglichkeit eine Mission auf mehrere Arten zu lösen. Ein Beispiel gefällig? In einer Mission seid ihr auf einem Zug, Terroristen haben Geiseln genommen und drohen damit sie zu erschießen. Ihr müsst euch nach vorne durchlagen und habt jetzt drei Wege zur Auswahl. Ihr könnt euch unter dem Zug nach ganz vorne hangeln, so seid ihr sicher vor den Geiselnehmern und werdet sicher nicht von ihnen bemerkt. Ihr könnt euch wie Rambo durch den Zug metzeln und probieren so durch jedes Abteil zu kommen. Jedoch müsst ihr bei dieser Entscheidung mit heftiger Gegenwehr rechnen. Der letzte Weg, den man einschlagen kann, ist der, dass man versucht sich außen am Zug entlang zu hangeln. Dabei müsst ihr immer drauf achten, dass ihr an keiner Lichtquelle vorbeifahrt während ihr euch gerade vor einem Fenster befindet, weil euch sonst die Terroristen natürlich schnell bemerken würden. Die Animationen von Sam sind fantastisch und man sieht z.B. wie der Fahrtwind an ihm zerrt. Fährt ein anderer Zug vorbei, verliert er kurz den Halt. Dies sorgt für eine sehr spannende Atmosphäre.
Endlich ein Online Modus!
Splinter Cell: Pandora Tomorrow soll nicht nur Soloagenten begeistern. Es wird endlich auch einen Online-Modus geben. Man kann mit bis zu vier Personen kooperativ oder gegeneinander im Spiel antreten. Um Spannung zu erzeugen, hat man auf eine KI (Bots) verzichtet. Man kann entweder mit den Spionen spielen, sie sind die Mitglieder der Shadownet Einheit oder mit den Söldnern. Die Spione sind nur mit einer Elektroschock Pistole bewaffnet, sie müssen sich untereinander verständigen und probieren in einer bestimmten Zeit diverse Missionsziele zu erfüllen. Damit ihr nicht immer so lange in eurem Menü herumkramen müsst, haben die Entwickler ein System eingebaut, welches euch einen schnelleren Zugriff auf die Gadgets (Rauchbomben, Kameras usw.) ermöglicht. Die Söldner steuert ihr nur aus der Ego-Perspektive. Ein Wechsel zur gewohnten Third-Person-Ansicht ist hier nicht möglich. Eine freie Kamera wäre auch unfair gegenüber den Spionen, da sie sich verstecken und anschleichen müssen. Deshalb haben die Söldner auch nur eine Helmlampe und keine Nacht- oder Thermalsicht. Ihr könnt aber einen Sonarsinn zuschalten, er zeigt euch wo Schritte oder Geräusche herkommen. Eine Bewegungsmeldersicht färbt den Bildschirm Rot und hebt sich bewegende Personen schwarz hervor. Als Söldner seid ihr sehr schwer bewaffnet, um die schleichenden Spione schnell ausschalten zu können. Ihr könnt euch beim Onlinespielen per Headset mit eurem Team unterhalten und außerdem euren Gegner nach deren Ausschalten etwas ins Ohr sprechen.
Ein großes Geheimnis
Das einzige was noch nicht ganz bekannt ist, ist die Geschichte von Pandora Tomorrow. Es gibt nur ein paar Hinweise, dass der Teil 2 im Jahr 2006 spielen soll, kurz nach den Ereignissen des ersten Teils. Ihr müsst euch auf die Hilfe von Verbündeten verlassen, da ein Maulwurf entdeckt wurde. Dies dürfte mit Sicherheit ziemlich gefährlich werden. Eine der wichtigsten Personen ist Suhadi Sadono. Er ist indonesischer Guerilla-Führer und kämpft für seine Überzeugungen mit sehr verachtenswerten Methoden. Weiterhin wichtig ist Douglas Shetland, der Vorsitzende der „Private Military Corporation“. Er verfolgt fast die gleichen Ziele wie Third Echelon, kommt ihnen aber manchmal in die Quere. Dann gibt es noch Norman Soth, er wurde von der CIA ausgebildet, hat jedoch wahrscheinlich die Seiten gewechselt, weil er schon sehr lange Undercover arbeitet. Neben diesen Personen werden auch wieder alte Gesichter auftauchen und es wird somit sicher noch mehr Tiefgang geben.