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SOLFORGE
 Vorschau von Patrick Schwendemann (15.09.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Strategie Publisher:Stone Blade Entertainment
Termin:ohne Angabe Entwickler:Stone Blade Entertainment

Sammelkartenspiele liegen im Trend. Magic: The Gathering und Yu-Gi-Oh! boomen mit - zugegebenermaßen rechtlich fragwürdigen - Online-Plattformen und auch Blizzard will mit Hearthstone demnächst einen Namen im Sektor etablieren. Weniger bekannt ist unterdessen das von Stone Blade Entertainment entwickelte SolForge, das sich seit einigen Tagen in der offenen Beta-Phase befindet und via Steam erhältlich ist. Uns ist das Spiel allderdings nicht entgangen. Deshalb werfen wir einen Blick auf den Quereinsteiger und prüfen dessen Chancen auf dem Markt.


Das Regelwerk

SolForge ist ein Free-to-Play-Sammelkartenspiel für den PC- sowie iOS- und Android-Systeme. Während sich das Grundprinzip des Spiels am Regelwerk des langjährigen TCG-Königs (Trading Card Game) Magic: The Gathering orientiert, bietet der Titel einige interessante Eigenheiten, die unter Kartenspielen eine erfrischende Abwechslung bieten. Nicht umsonst ist Richard Garfield, Schöpfer des bis heute populärsten Sammelkartenspiels, bei der Entwicklung beteiligt.

Das Ziel in einer SolForge-Partie besteht darin, die gegnerischen Lebenspunkte von 100 auf Null zu reduzieren. Gespielt wird mit Kreaturen- und Zauberkarten. Letztere haben einen sofortigen Einfluss - meist auf das Spielbrett oder auf die Hand eines Spielers. Kreaturen werden hingegen auf dem Feld platziert, wo sie sich mit anderen messen. Sie verfügen jeweils über einen Stärke- und Zähigkeitswert, der meist zwischen 1 und 20 liegt und den Kampfausgang zwischen Monstern, Kriegern und anderen Wesen entscheidet. Ist der Stärkewert einer Kreatur gleich oder höher dem Zähigkeitswert einer anderen, wird diese besiegt. Ansonsten bleibt sie angeschlagen auf dem Spielfeld bis sie von einem Zauber oder einer Kreaturenfähigkeit geheilt wird. Anders als bei den meisten Sammelkartenspielen entscheiden die Spieler aber nicht direkt, welche Kreaturen sie mit welchen angreifen möchten. Auf dem Spielfeld gibt es fünf Spalten mit jeweils gegenüberliegenden Kreaturenplätzen der beiden Spieler. Ein Monster greift immer den angrenzenden Feind an, und in jedem Zug muss gekämpft werden. Ist das gegenüberliegende Feld leer, werden die Lebenspunkte des Gegners direkt angegriffen.

Was dem Spiel eine weitere individuelle Note verpasst, ist die Levelthematik, die in SolForge von zentraler Rolle ist. Jedesmal, wenn eine Karte benutzt wird, steigt diese in ihrer Stufe auf. Das heißt, dass deren nächststärkere Version freigeschaltet und in das 30 Karten umfassende Deck gemischt wird. Über drei Level verfügt jeder Zauber und jede Kreatur. Der "Flameshaper Savant" hat anfangs beispielsweise 4 Stärke und 6 Zähigkeit, wächst aber zu einer "6-10"- und schließlich "12-16"-Kreatur heran. Alle vier beziehungsweise acht Spielzüge steigen auch die Spieler im Level auf. Erst auf einem höheren Level können diejenigen Karten eingesetzt werden, die während der vorherigen Phase aufgestuft wurden.

Die Level-Mechanik setzt clevere Planung voraus. Wer sich keine Gedanken darüber macht, was zu einem jeweiligen Zeitpunkt die höhste Priorität hat und welche Karten am dringendsten aufgestuft werden müssen, wird am Ende häufig von einer gegnerischen Übermacht überrollt. Damit jeder Spieler zu jeder Zeit die Chance auf einen gelungenen Spielzug hat, werden zu Beginn jedes Zugs fünf neue Karten gezogen. Am Ende werden die nicht gespielten Zauber und Kreaturen wieder abgeworfen und später in das Deck zurückgemischt. In jeder Runde dürfen jedoch nur zwei Karten gespielt werden.


"Free to Play" oder "Pay to Win"?

Das Regelwerk von SolForge ist einfach zu erlernen, bietet aber genug Spielelemente, um strategische Tiefe zu entwickeln. Gerade durch Kreaturenfähigkeiten wie die des "Grimgaunt Devourer", der bei jedem Tod einer Kreatur seine Stärke und Zähigkeit erhöht, entwickelt sich eine gewisse Komplexität. Die Frage der Priorität, die stets das A und O im Spiel bildet, wird dadurch besonders schwierig. Dennoch werden die Spieler beim erstmaligen Starten von SolForge mit einem gelungenen Tutorial in Windeseile an das Spielprinzip herangeführt. Bereits jetzt, mit einem noch nicht einmal 200 Karten starkem Ensemble, ist jede Partie anders und neu. Mit weiteren Zaubern und Kreaturen kann die gelungene Spielmechanik nur noch verbessert und intensiviert werden.

Problematischer ist jedoch der Deckaufbau. Anders als bei einigen konkurrierenden Online-Plattformen müssen die Karten nämlich erst nach und nach freigeschaltet werden. In dieser Hinsicht herrscht aktuell noch großer Handlungsbedarf seitens der Entwickler. Jeden Tag können Spieler momentan drei tägliche Errungenschaften erzielen. Sowohl für das Einloggen, als auch für den ersten und dritten Sieg des Tages gibt es Belohnungen. Die können in Form von Einzelkarten oder "Boostern" kommen, in denen zufällige Karten enthalten sind. Mit einer gewissen Menge Silber werden die Spieler ebenfalls belohnt. Damit lassen sich im Shop wiederum Booster kaufen - aber auch Skins für das Spielfeld. Zwar sind die täglichen Achievements nett, danach gibt es jedoch 22 Stunden lang nichts mehr. Egal gegen wen oder was gespielt, gewonnen oder verloren wird: Silber, Karten und Booster bleiben aus. Aufgrund dessen dauert es selbstverständlich eine Weile, bis man über genügend Karten verfügt, um beim Deckbau überhaupt echte Entscheidungen treffen zu können - zumal die Karten in vier Fraktionen unterteilt sind und nur jeweils zwei davon ein Deck gestalten dürfen.

Die große Ausnahme ist natürlich die Gold-Währung, die man sich für Echtgeld erkaufen kann. Immerhin handelt es sich bei SolForge um einen Free-To-Play-Titel. Sie ermöglicht zahlenden Kunden auch über die drei täglichen Achievements hinweg Fortschritte zu machen. Wer sich größere Booster mit mehr Karten und höheren Chancen auf seltenere Karten kaufen will, kommt am Gold nicht vorbei. Die mittelgroße Packung gibt es zwar mit etwas Glück ab und an auch als Belohnung für die Achievements, der größte Booster jedoch, der immer mit einer garantierten legendären Karte kommt, gibt es aber scheinbar nur über den Shop. Legendäre Karten sind ein weiterer Teil des Problems. In manchen Fällen sind diese so stark, dass sie - sofern richtig gespielt - ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Ohne Geld für SolForge auszugeben, schaltet man diese mächtigen Karten allerdings nur sehr langsam frei, weil man glücklich genug sein muss, dass sich eine davon unter den gerade einmal drei Karten eines "Basic Boosters" befindet. Als wäre das noch nicht genug, muss jedes Exemplar einer Karte einzeln freigschaltet werden. Wer einen "Grimgaunt Devourer" "zieht", kann diesen noch lange nicht dreimal in sein Deck einbauen.

Auf der einen Seite stellt die stetige aber langsame Progression natürlich eine gewisse Motivation dar, auf der anderen Seite behindert sie das kompetitive Spiel allerdings gewaltig. Gerade bei Sammelkartenspielern wird Kreativität und Konkurrenzdenken besonders groß geschrieben. Die allseits präsente "Pay 2 Win"-Frage muss bei SolForge aktuell also leider noch mit einem "Ja" beantwortet werden. Wer an von der Communty organisierten Turnieren teilnimmt oder bei einem zufälligen Online-Gegner auf ein Top-Deck stoßt, wird mit einem reinen Free-To-Play-Deck keine großen Siegchancen haben. Bis zum vollen Release des Spiels muss Stone Blade Entertainment das Progressionssystem für nichtzahlende Kunden also nochmal gehörig überdenken.


Interface und stumme Gegner

Worin SolForge aber wieder punkten kann, sind die vielen Spielmodi. Matches gegen zufällige menschliche Spieler oder Gegner auf der Freundesliste sind selbstverständlich. Computergegner auf drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen sowie die Möglichkeit, an einem PC mittels eines rotierendes Spielfelds zu zweit zu spielen, bietet der Titel aber ebenfalls. Ein Turnier- und Kampagnen-Modus sind derzeit noch für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Wer nur offline spielen will, benötigt für SolForge nicht einmal einen eigenen Account. Allerdings lassen sich auf diese Weise auch keine neuen Karten freischalten. Obwohl Spiele gegen den Computer sich sehr gut zum Decktest eignen, liegt die wahre Herausforderung in Partien mit menschlichen Gegnern. Unverständlicherweise ist dort aber kein Chat verfügbar, sodass der Unterschied manchmal gar nicht richtig deutlich wird. Generell ist Kommunikation in SolForge momentan noch ein Problem. Auch außerhalb der Partien gibt es nämlich keine Chat-Lobby, und eine Freundesliste ist eher rudimentär vorhanden. Eine Übersicht über die täglichen Errungenschaften - wann diese wieder zurückgesetzt sind und welche schon abgeschlossen wurden - sucht man ebenfalls noch vergeben. Ansonten sieht das Interface jedoch recht schick aus und auch die Hintergrundmusik weiß zu überzeugen. Besonders hübsch sind jedoch die wunderschönen Artworks auf den einzelnen Karten.



Stone Blade Entertainments Online-Kartenspiel hat großes Potenzial. Die Spielmechanik verbindet bekannte Elemente mit willkommenen Neuerungen und macht auch nach mehreren Dutzend Stunden riesigen Spaß - trotz noch geringer Kartenvielfalt, die selbstverstänlich erweitert wird. Woran allerdings noch viel gearbeitet werden muss, ist die Balance zwischen bezahlenden und "Silber"-Kunden. Ohne einige wirklich notwendige Änderungen bleibt SolForge für nichtzahlende Spieler nämlich höchstens ein Gelegenheitsspiel für zwischendurch. Auch am Interface, insbesondere in Sachen Kommunikation, muss noch ein wenig geschraubt werden, um das Paket abzurunden.
 
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mehr Wallpaper


























bekannte und neue Spielelemente vereint
coole Artworks
aktuell etwa 200 Karten
vier verschiedene Fraktionen
mitgestaltet vom Magic-Schöpfer
große Vorteile zahlender Kunden
fehlende Möglichkeiten zur Kommunikation


Offizielle Website:
 SolForgeGame



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