Capcoms bekanntestes Zombie-Spiel ist zurück und wie jedes gute Genexperiment ist auch das neue Spin-off der Serie ziemlich mutiert. In Resident Evil: Operation Raccoon City wird kurzerhand der bekannte Survival-Horror gegen harte Action, große Waffen, tödliche Techniken und einen Regenschirm getauscht.
Unter dem Regenschirm
Wenn Forscher an Dingen experimentieren, von denen sie keine Ahnung haben, kommt meistens eines dabei heraus: Tod, Verderben und unzählige Zombies. Das ist nicht nur im richtigen Leben so, sondern auch in der Spieleserie
Resident Evil. Hier habt ihr in der Rolle weniger Überlebender schon des Öfteren mit Flinte, Pistole und Faust den nach Menschenfleisch süchtigen Zombies den Kopf von den Schultern gepustet.
In
Operation Raccoon City werdet ihr zwar weiterhin lebende Tote euer Blei schmecken lassen, jedoch legt ihr die Rolle des verwundbaren Überlebenden ab und werdet Teil von Umbrellas bestem Aufräum-Team. Gesandt, um die Interessen der Firma zu schützen, erforscht ihr die Geschehnisse hinter dem Virus-Ausbruch in
Raccoon City. Ihr besichtigt also erneut die Ereignisse aus
Resident Evil 2 und
Resident Evil 3. Dieses Mal jedoch auf der Seite der Schurken.
Zurück in der Heimat
Wir schreiben September 1998. In der kleinen Industriestadt Raccoon City bricht ein tödliches Virus aus: Das Tyrant-Virus. Ursprünglich als die perfekte bio-organische Waffe gedacht, verliert das Forschungsunternehmen Umbrella Pharmaceutical die Kontrolle über das Experiment und stürzt die Einwohner von Raccoon City ins Chaos.
Um die Lage in der Gebirgsstadt unter Kontrolle zu halten, übernehmt ihr zunächst die Kontrolle über einen von sechs Soldaten des Umbrella Security Service (U.S.S.). Vector, Spectre, Belt-Way, Four-Eyes, Lupo und Bertha warten mit neun eigenen Fähigkeiten auf, die im Spielverlauf verbessert werden können. Dabei lässt dunkles Leder und Gasmaske als Couture de jour keinen Zweifel daran, wer hier die Bösewichte sind.
Gemeinsam gegen die Untoten
Nach dem Mantra „gemeinsam ist man weniger allein“, werdet ihr in
Operation Raccoon City stets mit dem gesamten Team unterwegs sein. Dabei soll laut Capcom, ähnlich wie in
Resident Evil Archives: Zero, ohne weiteres das Teammitglied gewechselt werden können. Dadurch soll das Spiel mehr als Gruppenvorstellung wirken und nicht wie gewohnt als Monolog.
Da bietet es sich an, einen Coop anzubieten. Darüber hinaus stellt
Operation Raccoon City den ersten Teil der Serie dar, in dem es auch online ans Zombieschlachten geht. Keine wunderliche Nachricht, wenn man die Vergangenheit von Entwicklerstudio Slant Six bedenkt: Mit der
SOCOM-Reihe sollte hier schon einiges an Erfahrung gesammelt worden sein.
Verschiedene Modi sollen den Online-Modus möglichst spannend halten. Unter anderem wird es die Möglichkeit geben, eine von drei Seiten zu wählen: U.S.S., amerikanische Spec Ops und Zombies beziehungsweise Tyrants. Vieles erinnert zu diesem Zeitpunkt an
»Left 4 Dead – nur halt mit einer weiteren Fraktion.
Alte Bekannte
Ihr wolltet Leon S. Kennedy oder Claire Redflied schon immer eine Kugel verpassen? Dann könnte nun eure Chance gekommen sein, denn in
Operation Raccoon City werdet ihr nicht nur auf die Geschehnisse aus Teil 2 und 3, sondern auch auf deren ehemalige Mit- und Gegenspieler treffen. Diese haben sich schließlich damals auch auf die Suche nach den Hintergründen des T-Virus gemacht – und den neuen Protagonisten nicht nur einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Ob ihr nun in der Lage sein werdet, wirklich einen der Helden zu töten ist bislang nicht bekannt, sicher ist jedoch, dass die Jagd auf sie für einige Wendepunkte in der Geschichte sorgen wird. So sollen die alten Charaktere nicht selten noch so eben eurer Todesschaufel von der Schippe springen. Zudem werden viele bekannte Schauplätze aus einer anderen Sicht zu sehen sein.