Endlich ist es wieder so weit! Im November öffnen sich Tamriels Tore zum nunmehr fünten Mal und laden nach über vier Jahren erneut zur epischen Dämonenjagd ein. Nachdem Bethesda auf den letztjährigen Spike Video Game Awards den ersten Trailer zu The Elder Scrolls V: Skyrim veröffentlichte, gibt es nun schon eine ganze Reihe von Informationen zum kommenden Rollenspielgiganten, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Mit welchen Neuerungen die nächste Iteration des Fantasy-Epos aufwartet, erfahrt ihr in unserer Vorschau.
Auf in den Norden
Schon seit 1992 beglückt die
Elder Scrolls-Reihe Gamerherzen mit riesigen Spielwelten und tonnenweise Quests. 2002 erregte sie mit
Morrowind erstmals größeres Aufsehen und spätestens seit der Veröffentlichung von
»Oblivion im Jahre 2006 gehört Bethesdas RPG-Saga zu den festen Größen der Videospielszene. Nach staubigen Ödländern und bilderbuchschönen Wäldern verschlägt es euch diesmal jedoch in den eisigen Norden. 200 Jahre nach den Ereignissen
Oblivions ist es eure Aufgabe, in der von Drachen geplagen Provinz Skyrim für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Augen auf beim Schwertabtausch
Wie ihr den Unwesen den Hintern versohlt, bleibt dabei allein euch überlassen, denn in
The Elder Scrolls V: Skyrim wird ein komplett neues Kampfsystem zum Einsatz kommen, das mehr Freiheit bietet als je zuvor. Dieses sogenannte Dual-Wielding-System erlaubt es euch, jeder eurer Hände eine Waffe bzw. einen Zauberspruch zuzuweisen. Erstmals könnt ihr euch also beispielsweise mit zwei Äxten oder Schwertern durch Gegnerhorden metzeln. Dadurch ist bei der Wahl der Ausrüstung aber auch mehr Vorsicht als noch beim Vorgängertitel geboten. Solltet ihr euch etwa dazu entscheiden, auf Schild und Schwert zurückzugreifen, so bleibt natürlich kein Platz mehr für einen unterstützenden Heilspruch und beim Führen von zwei Zaubern seid ihr direkten Treffern völlig ausgeliefert. Glücklicherweise wird es möglich sein, in einem clever gestalteten Menü zwischen verschiedenen Waffensetups zu wechseln.
Die Belegung mitten in einem Scharmützel zu ändern, ist jedoch mit einem gewissen Risiko verbunden. Bethesda legt in
The Elder Scrolls V: Skyrim viel Wert auf ein realistischeres und gleichzeitig auch brutaleres Kampfgefühl. Eine große Rolle spielt dabei die Balance. Achtet ihr nicht auf eure Verteidigung, so kann euer Charakter ganz schnell mal das Gleichgewicht verlieren und ein leichtes Ziel darstellen. Der Wechsel zwischen Offensive und Defensive ist also ebenfalls wichtiger als noch in
Oblivion, zumal es nun auch erforderlich ist, im richtigen Moment zu blocken und sich nicht mehr länger hinter erhobenem Schild zu verstecken. Unterstützt wird die Schwere und Dramatik des Kampfes von einer teilweise unruhigen und schwankenden Kamera, die für entsprechendes cineastisches Flair sorgen soll.
Schluss mit Formalitäten
Erstmals in
The Elder Scrolls tragen auch verschiedene Finishing-Moves zu einer kinoreifen Inszenierung bei. Auf welche virtuelle Scheußlichkeit euer Charakter zum jeweiligen Zeitpunkt zurückgreift, hängt von Gegnerytyp, Kampfsituation und natürlich der Wahl eurer Waffe ab. Letztere beeinflusst zudem die Entwicklung eures Alter Egos. In
The Elder Scrolls V: Skyrim gehören Klassen der Vergangenheit an. Somit seid ihr nicht mehr länger an Haupt- und Nebenfertigkeiten gebunden, weshalb ihr nicht nur alle möglichen Waffen und Zauber ausrüsten, sondern durch deren Verwendung auch euer Gesamtlevel erhöhen könnt.
Lediglich Ausdauer, Mana und Lebensenergie erhöhen sich mit jedem Levelansieg, denn das Verteilen von Punkten auf Attribute ist ebenfalls Schnee von gestern; allein eure Verhaltensweisen bestimmen die Stärken und Schwächen eures Avatars. Benutzt ihr z.B. während des kompletten Spielverlaufs nur zweihändige Waffen, so seid ihr zwar ein Meister im Umgang mit Katanas und Claymores, habt aber schweres Spiel mit physisch immunen Gegnern, da alle anderen offensiven Fertigkeiten noch auf der Basisstufe sind. Die Quahl der Wahl bei der Charaktererstellung sowie Fragebögen und der Zwang, den Pfad eures Helden schon vor Spielbeginn bestimmen zu müssen, bleiben euch durch den Wegfall von Klassen und Attributen also erspart.
Die neue Technik
Ansonten bleibt euch natürlich das gewohnt riesige Maß an Freiheit beim Gestalten eures Aussehens. Eine Neuerung ist hierbei die Möglichkeit, eure Körpergröße zu ändern. Ob man mit einem kindlichen Charakter durch die Städte und Landschaften der Nordprovinz streifen kann, ist noch unklar. Für die zahlreichen NPCs trifft dies aber zu. In
The Elder Scrolls V: Skyrim dürft ihr euch zum ersten Mal auch mit Kindern unterhalten, sie aber aus verständlichen Gründen nicht angreifen. Bei anderen Nicht-Spieler-Charakteren ist das nicht der Fall. Gewisse NPCs könnt ihr sogar zum Duell herausfordern. Insgesamt sollen Bürger diesmal authentischer auf eure Aktionen reagieren und glaubhafter in die Spielwelt integriert sein. So laufen Argonier, Bretonen, Nord, Khajiit und Co. nicht mehr länger ziellos durch die Straßen, sondern interagieren mit Arbeitsstätten und -geräten wie etwa einer Mühle und wirken darüber hinaus übrigens dank einer größeren Zahl von Synchronsprechern einzigartiger.
Natürlich darf bei einem neuen
Elder Scrolls auch das nötige Grafik-Update nicht fehlen. Hierfür ist in
The Elder Scrolls V: Skyrim die hauseigene Creation-Engine zuständig, die laut Bethesda unter anderem für dynamische Lichteffekte, realistischen Schneefall, einzeln animierte Pflanzen und eine ordentliche Weitsicht sorgen soll. Außerdem will man das Detaillevel drastisch erhöhen, sodass die verschiedenen Rassen beispielsweise schon von Weitem anhand ihrer Kleidung erkennbar sein werden. Wie das Endprodukt hinterher auf unseren Bildschirmen aussehen wird und auf welchen Plattformen wir uns in die eisigen Gebirge wagen dürfen, bleibt noch abzuwarten. Die wenigen veröffentlichten Screenshots können aber schon jetzt überzeugen.