Wir hatten bei Publisher THQ Gelegenheint, einen Blick auf die Singleplayer-Kampagne von Red Faction: Armageddon zu werfen. In unserer Vorschau verraten wir euch mehr zur Geschichte, dem Hauptcharakter, den Waffen und dem Gameplay und wieso uns das Spiel noch nicht ganz in Euphorie versetzen konnte.
Zurück auf den roten Planeten
Der Mars prosperiert - dank der Taten von Alec Mason, der den roten Planeten in
»Red Faction: Guerrilla zusammen mit der Red Faction befreit hat. In den Jahren hat es Alec nun zum Grossvater gebracht. Sein Enkel, Darius Mason, löst nun unwissentlich eine Katastrophe aus, indem er eine seit Ewigkeiten schlummernden böse Präsenz weckt. Nun ist es an ihm und der Red Faction, die Bewohner des Planeten vor dem Übel zu schützen.
Das klingt vertraut und man hat ähnliche Geschichten schon in zig Medien vorgesetzt bekommen. Die Storyline kann man also getrost unter "Beiwerk" abheften. Aber seien wir ehrlich: Darum geht es in der
Red Faction-Reihe doch auch garnicht, sondern um Zerstörung! Um diese glaubhaft darzustellen, kommt auch hier wieder die GeoMod-Engine 2.0 zum Einsatz, die schon im Vorgänger beeindrucken konnte. Verbesserungen an der Engine dürften sich angesichts der unveränderten Versionsnummer aber wohl (leider) in Grenzen halten.
Von seinem Vater bekam Darius - der mit Glatze und Schweißerbrille stark an Antiheld Riddick erinnert - etwas, das dieser bereits von seinem Vater bekam: Die Nanoschmiede. Dieses Gerät kann in vielerlei Weise eingesetzt werden, die interessanteste Anwendung ist aber wohl das Reparatur-Feature. So stoßt ihr im Spielverlauf von
Red Faction: Armageddon immer mal wieder auf zerstörte Brücken, die ihr so in ihren ursprünglichen Zustand versetzen könnt. Moment: Wir sprachen doch eben noch von Zerstörung, was ist damit? Keine Sorge, die Nanoschmiede kann noch weit mehr und fungiert als Allzweckwerkzeug. Neben der Reparatur könnt ihr mit einer Schockwelle sämtliche Gegner um euch herum wegpusten. Aber auch als Handfeuerwaffe taugt das Gerät, die Naniten zerfetzen Gegner und Gebäude.
Waffenvielfalt
Doch es kommen noch andere abgedrehte Waffen in
Red Faction: Armageddon zum Einsatz. So etwa die Magnetkanone, die in zwei Phasen funktioniert. Nach dem ersten Schuß passiert erstmal garnichts, erst der zweite Schuß setzt den Magnetismus in Gang. Feuert also erstmal auf einen Gegner und dann auf einen Container und schon wird der Gegner vom Container erdrückt. Statt des Containers könnt ihr aber auch andere Gegner oder Fahrzeuge und ganze Gebäudeteile abfeuern. Ob diese Waffe vielleicht auch für das ein oder andere Rätsel taugt oder die Entwickler voll auf Action setzen, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.
Ein weiteres, nettes Spielzeug ist die Singularitätskanone. Man wollte uns dieses zwar als gänzlich neues Feature darstellen, es erinnert aber doch stark an die Singularitätsgranate aus
Red Faction: Guerrilla, nur eben als Handfeuerwaffe. Statt also eine Granate zu platzieren und wegzurennen, feuert ihr nun einen Singularitätsschuß auf eure Feinde oder deren Stellungen. Dieser erzeugt einen Vortex; einen Strudel, in den alles im näheren Umfeld hineingezogen, herumgewirbelt und letztlich in einer Explosion davongeschleudert wird.
Ab in den Untergrund
Ein wenig verabschiedet sich die
Red Faction-Reihe mit dem neuen Teil wieder von dem Konzept einer offenen Spielwelt. Zwar sollt ihr auch in
Red Faction: Armageddon den Mars erkunden können, seid innerhalb der Missionen aber weit enger eingebunden. Das liegt auch am neuen Konzept: Die Marsoberfläche ist größteils passé, stattdessen geht es in den Untergrund. In den Tiefen des roten Planeten erwarten euch Lava- oder Eisgebiete und vor allem uralte Kreaturen und Bestien. Die ersetzen größteils die früheren, eher menschlichen Feinde. Dennoch gab es auch Feuergefechte zu besichtigen und menschliche Befestigungen - wie diese in das Konzept passen und warum sie gegen euch stehen, wollte man uns nicht verraten.
In einer uns gezeigten Beispielmission musste Darius Mason etwa einen Konvoi durch eine Höhle begleiten und vor den Kreaturen beschützen. Dabei ging es äusserst actionreich zu, da man diese Mission nutzte, um uns mit den neuen Waffen vertraut zu machen. Dennoch konnten wir uns nicht des Eindrucks erwehren, ein Update des 2009er
Red Faction: Guerrilla zu sehen. Über den Multiplayer-Modus, den sicher auch dieser Teil wieder bieten wird, war hingegen garnichts zu erfahren.