2006 brachte Electronic Arts den von Criterion Games entwickelten Shooter Black auf den Markt - ein Fest für Fans brachialer Action und Zerstörungsorgien, welches in unserem Test ganze 92 % abstauben konnte (»Test lesen). Was das mit Codemasters und dem neuesten Projekt namens Bodycount auf sich hat? Wir verraten es euch und spekulieren ein wenig über die kommende FPS-Hoffnung.
Netzwerk und Ziele
Um direkt die eingangs aufgeworfene Frage zu beantworten: Stuart Black war als Co-Creator und Designer an der Entwicklung von
Black beteiligt und ist nun Creative Director für
Bodycount. Aber das ist nicht der einzige Bezug zur 2006 auf PlayStation 2 und Xbox erschienenen Zerstörungsorgie der
Burnout-Macher. Es ist vor allem die Prämisse, unter der das Spiel entwickelt wird: Spaß mit Waffen. Auch
Bodycount wird nicht um eine vielschichtige Geschichte herum entwickelt, sondern das Gunplay steht klar im Vordergrund. Der Name des Protagonisten ist noch nicht bekannt, im Trailer wird er von einer Computerstimme allerdings "John" genannt. Eine Fortsetzung der Geschichte aus
Black um Jack Keller erscheint damit unwahrscheinlich. Stattdessen kämpft ihr für eine Organisation namens "Netzwerk" in globalen, verdeckten Konflikten gegen Gegner, die nur "Ziele" genannt werden. Klingt stark abstrakt, mit einem komplexeren Plot ist wohl nicht zu rechnen.
Mit modernsten Waffen ausgestattet findet ihr euch bei
Bodycount in einer zu großen Teilen zerstörbaren Spielwelt wieder. Eine vollständige Zerstörbarkeit, wie etwa in
»Red Faction: Guerilla, wird es aber nicht geben. Dennoch dürfte mit der Hardware-Power der aktuellen Konsolengeneration eine noch beeindruckendere Zerstörung möglich sein als dies in
Black noch der Fall gewesen ist. Von einer Sekunde zur nächsten kann die Hölle über euch hereinbrechen! Holzwände zersplittern, Kugeln zerschlagen Steinsäulen, explodierende Granaten zerlegen eine ganze Hütte, Rauch breitet sich auf dem Schlachtfeld aus. All das hat allerdings seinen Preis: Was man bisher an bewegten Szenen aus dem Spiel sehen konnte, sah nicht nach einer neuen Grafikreferenz aus. Muss es auch gar nicht -
Bodycount ist ein reinrassiger Fun-Shooter, der einfach nur krachen soll. Wenige Kugeln genügen, um die Wände von Holzhütten zu zerschlagen und neue Wege zu schaffen. Von Feinden besetzte Geschütztürme reißt ihr per Handgranate auseinander. So ist keine Deckung wirklich dauerhaft sicher, kein Weg bleibt versperrt. Ein Deckungsfeature, ähnlich dem von
»Killzone 2, wird es nicht geben.
Bodycount setzt auf schnelle Feuergefechte ohne Schnörkel.
Power Up!
Ein wenig klingt es nach
Mario Kart, wenn man hört, dass es im Spiel Power Ups zum Einsammeln gibt. Besiegte Feinde hinterlassen Items,
Intel genannt, die ihr einsammeln müsst, um damit euer
Bullet Meter zu füllen. Damit soll es dann sogar möglich sein, eure Feinde mit kraftvollen Luftangriffen aufs Korn zu nehmen. Das klingt ein wenig nach den Abschußserien aus dem Multiplayer der
Call of Duty-Reihe. Eure Abschüsse bringen euch zudem noch Fähigkeiten und Attribute ein, die ihr mit in den Multiplayer übernehmen könnt. Was euch hier genau erwartet, ist noch nicht bekannt, wir gehen allerdings von den klassischen Shooter-Multiplayermodi aus: Deathmatch, Capture The Flag und dergleichen dürften gesichert sein. Ein kooperativer Spielmodus wurde ebenfalls angekündigt, allerdings (noch) nicht, wie dieser letztlich aussehen wird.
Bodycount wird auf der EGO-Engine aufbauen. Diese ist eine Weiterentwicklung des Grundgerüsts, das auch in
»Colin McRae DiRT 2,
»Operation Flashpoint: Dragon Rising und einigen anderen Codemasters-Spielen zum Einsatz gekommen ist. Einen genauen Releasetermin gibt es noch nicht - manche Quellen sprechen von 2011, andere grenzen es auf das erste Quartal 2011 ein. Klar ist allerdings, dass
Bodycount sowohl für Xbox 360 als auch für die PlayStation 3 erscheinen wird. Ob auch eine PC-Umsetzung eingeplant ist, wird man abwarten müssen. Angekündigt ist sie bisher allerdings noch nicht.