Passend zum großen Assassin's Creed 2 veröffentlicht Ubisoft zwei weitere Episoden für die PSP und den DS. Wir haben uns die beiden Handheld-Ableger in fast finalen Fassungen bei Ubisoft angesehen und verraten euch, was euch erwartet.
Assassin's Creed: Bloodlines [PSP]
Im PSP-Ableger
Bloodlines schlüpft ihr erneut in die Kluft von Altaïr aus dem ersten Teil. Das neue Kapitel spielt direkt im Anschluß an den Erstling und erzählt, wie Altaïr eine Spur der Templer nach Zypern verfolgt. Hier wird dann auch die inhaltliche Brücke zwischen
Assassin's Creed und
»Assassin's Creed 2 geschlagen. Dabei erkundet ihr die Städte Limasol und Kyrenia. Ihr bleibt übrigens die gesamte Spielzeit über mit Altaïr unterwegs - einen Part mit Desmond wird es nicht geben.
Spielerisch orientiert man sich ebenfalls stark am ersten Teil. Zwar hat Altaïr auf der PSP natürlich aufgrund der geringeren Buttonzahl und dem fehlenden zweiten Analogstick etwas zu kämpfen, das Steuerungskonzept ging bei unserem Anspielen aber erstaunlich schnell in Fleisch und Blut über. Genauso wie im Erstling klettert ihr Fassaden hinauf, schaltet Wachen aus und sucht Anhaltspunkte, wie ihr eure Zielperson ermorden könnt. Dank neuer Missionstypen besteht zumindest die Chance, dass der Handheld-Ableger somit nicht zu spürbar die Macken des Erstlings mit sich trägt. Auch optisch muss man einige Abstriche in Kauf nehmen, so ist die Weitsicht durch einen Nebelschleier sehr begrenzt, aber allemal ausreichend. Was uns allerdings fehlte: Menschenmassen, in denen Altaïr untertauchen könnte. Die Straßen wirkten gegenüber der großen Version doch arg menschenleer.
Assassin's Creed 2: Discovery [NDS]
Auch für den DS gibt es einen Ableger, dieser orientiert sich jedoch am zweiten Teil. Hier seid ihr also mit Ezio nach den Ereignissen von
Assassin's Creed 2 unterwegs, ebenfalls um eine Spur der Templer zu verfolgen. Diesmal führt euch die Spur nach Spanien, wo die Templer planen, gen Westen zu segeln und die Neue Welt zu entdecken.
Nach dem recht schwachen
Altaïr's Chronicles auf dem DS hat man bei Ubisoft das Spielkonzept völlig über den Haufen geworfen. So bekommt ihr das Geschehen nun aus der Seitenansicht präsentiert. Zwar verfügt ihr auch hier über die Assassinen-typischen Fähigkeiten wie Schleichen, bei unserem Anspielen konnten wir jedoch in bester Sonic-Manier durch die Level sprinten. Und das geht erstaunlich gut von der Hand! Richtig elegant wirken die Animationen von Ezio, während wir durch das Level hechten und schnell Wachen mit dem Schwert ausschalten. Am Ende wartet dann meist eine kleine Videosequenz auf euch, sogar vertont! Dadurch sollen viele Details der Story offenbart werden, denn auf dieser soll der Fokus des Spieles liegen. Damit aber auch das Spielen nicht zu kurz kommt, könnt ihr bereits absolvierte Abschnitte immer wieder angehen, um in einer Art Time-Trial eure Zeit zu verbessern oder kleinere Nebenaufgaben erfüllen. So kann es euch zur Aufgabe gemacht werden, nicht gesehen zu werden. Dann ist taktisches Vorgehen gefordert.
Story-Ergänzung
Insgesamt konnten wir die Handheld-Ableger zwar nur kurz anspielen, aber eines ist offensichtlich geworden: Sie bieten das bekannte Gameplay, transportieren es eventuell in eine neue Ebene (DS) und sind weit davon entfernt, hingeschluderte Abklatsche der großen Fassungen zu sein. Vor allem der Fokus auf die Geschichte ist bewundernswert - im Grunde dienen die Handheld-Ableger dazu, die Templer und ihre Bewegungen durch die Zeiten näher zu beleuchten. So könnte gerade die Geschichte von
Discovery interessant sein, wäre doch hier ein Ausblick auf den weiteren Verlauf der Geschichte in einem
Assassin's Creed 3 denkbar. Ob es dazu kommt? Warten wir es ab.
Interessant ist auch die Möglichkeit,
Bloodlines mit der PS3-Fassung von
Assassin's Creed 2 zu verbinden und so verschiedene Extrawaffen in beiden Spielen freizuschalten. Das hat schon bei der Verbindung von
»Resistance: Retribution zu
»Resistance 2 einige nette Extras gebracht, warum also nicht auch hier?