Du befindest dich in einem Haus, weit weg von der Zivilisation und bist auf der Suche nach deinen Freunden, die in diesem Haus verschwunden sind. Erschreckende Bilder und mysteriöse Gestalten lauern hinter deinem Rücken und du kannst nur in die Leere flüchten. Du willst zurück zu deinem Team, doch dieses fiel schon den fleischfressenden Zombies zum Opfer. Du zielst mit deiner letzten Waffe auf den Kopf des mit offenen Armen auf dich zulaufendem Zombie, bis plötzlich…
Das Böse hat einen Namen
Na wer diese Szenen nicht kennt ist selbst Schuld, willkommen bei Resident Evil. Seit 1994 brachte Resident Evil den Ungläubigen das Fürchten bei und wurde somit zum beliebtesten Survival-Horror-Game seiner Zeit. Fortsetzungen, Kinofilme, so wie Comics und viele weitere Gimmicks folgten. Auch für den GameCubes gab ein Remake zu dem 1994 erschienen Resident Evil Teil, dass den Fans wieder einmal die Kehle abschnürte. Kurz darauf folgte sogar eine komplett neue RE-Story, welche die Vorgeschichte erzählt und unter dem Titel „Resident Evil Zero“ in die Läden wanderte. Nun wird Capcom mittlerweile vorgeworfen, dass sie nur Remakes machen würden und an der alten Geschichte mit dem eingerosteten Gameplay hängen. Dies lässt Capcom natürlich nicht lange auf sich sitzen und entwickelt prompt ein komplett neues Resident Evil, welches sich von den anderen Teilen abheben und ein weiteres Kapitel der Videospielgeschichte schreiben soll. Ob sich dies auch verwirklichen lässt oder ob es doch nur eine 08/15-Fortsetzung wird, erfährt hier in unserem Preview.
Leon der Profi
Fans der Geschichte werden Leon S. Kennedy noch aus dem zweiten Teil der RE-Reihe kennen. Doch diesmal ist Leon alleine unterwegs, denn er hat die Stelle als Polizist und Zombiejäger an den Nagel gehängt und arbeitet heute für den amerikanischen Geheimdienst. Leon bekommt den Auftrag, die vermisste Tochter des Präsidenten zu suchen, welche sich zuletzt Osteuropaaufgehalten haben soll. Seitdem fehlt jedes Zeichen von ihr. Doch dort angekommen, wird Leon alles andere als freundlich begrüßt und sofort mit einem Hackebeil attackiert…
Untote Monster, aber dennoch keine Zombies?!
Was war wohl anderes zu erwarten bei einem Resident Evil Spiel, denkt man sich an dieser Stelle. Doch wenn man mal die Zeit zurück dreht, dann fällt einem ein, dass die Umbrella Co. schon längst Geschichte ist und wir uns an einem anderem Ort als Racoon City befinden. Ob sich dort wohl trotzdem ein verstecktes Umbrella-Forschungslabor befindet? Auch wenn man vermutet, dass es sich bei den Angreifern um Zombies handelt, wird man bald eines besseren belehrt. Denn sie handeln sehr taktisch und einfaches Weglaufen nützt einem auch nichts mehr. Hat man sich in einer kleinen Hütte in Sicherheit gebracht, wird einem schnell klar gemacht, dass es keine absolute Sicherheit mehr geben wird. Nur der Angriff oder eine überlegte Flucht sind die einzigen Methoden, sich von den wilden Bestien fernzuhalten. Capcom Mitarbeiter betonten, dass die Kreaturen den Zombies aus dem Film „28 days later“ sehr ähneln und auch schlauer agieren.
Alles beim Alten? Nix da!
Seit den Bildern, die vor knapp einem Jahr erschienen sind, hat sich bei Resident Evil viel getan. Nicht nur die Engine, sondern auch das Gameplay wurde komplett erneuert. Alles was man bis jetzt über Resident Evil 4 wusste, kann man gleich wieder vergessen, so argumentierte zumindest ein Capcom-Mitarbeiter. Das einzige was sicher ist, ist Leo´s Rolle als Hauptcharakter. Verbessert wurden vorallem die nervigen Voreinstellungen der Kamera oder das hakelige Laufen. RE4 lässt sich nun perfekt mit dem GameCube-Pad steuern und so sollen auch Sprünge über kleine Zäune oder das Verschieben von Möbeln und Gegenständen etwas flüssiger und schneller verlaufen. Die A-Taste hat dabei die große Hauptrolle, mit ihr kann man alles aktivieren, verschieben und sogar schwimmen. Ihr habt drei verschiedene Kamera-Perspektiven, zu einem die Hauptperspektive, die Außenansicht und sogar eine Ego-Perspektive, die es einem erleichtert einem Untoten die Rübe zu entfernen.
Metzelt sie nieder!
Bei der Belegung der Schuss-Taste wurde nichts geändert, wie gehabt zieht ihr mit der R-Taste die Waffe aus ihrem Halfter und setzt mit A einen gezielten Schuss. In diesem Zusammenhang kann man sich sicher auf jede Menge Wummer gefasst machen, denn Capcom zeigte ein Video, bei dem Leo sogar eine ganze Herde dieser gentechnisch verunstalteten Personen niedermetzelt. Auch ist es diesmal sehr wichtig wo ih einen Gegner trefft. Sobald ihr auf sein Bein schießt, beginnt der Untote zu humpeln und ihr habt die Möglichkeit schnell wegzulaufen. Schießt ihr jedoch auf den Arm, kann er seine Waffe nicht mehr halten und lässt sie fallen. Doch der wichtigste und sicherste Schuss sollte dem Kopf gelten, da dem Untoten so ein schnelles Ende zuteil wird. Ihr werdet im Laufe des Spiels noch weitere Möglichkeiten finden Monster schnell und effektiv in die Hölle zu verbannen...
Nicht nur menschenähnliche Gestalten findet ihr bei Resident Evil, sondern auch noch ein Dutzend weiterer Kreaturen warten darauf, euch ins Jenseits zu befördern, doch von denen weiß man leider noch nichts genaues. Vielleicht auch besser so...
Weniger Rätsel, mehr Spaß?
Nicht nur die Untoten, die mehr Grips in der Birne haben und euch bis ans Ende der Welt verfolgen, sondern auch die actionreichen Ballereinlagen sollen euren Adrenalinspiegel auf den Höhepunkt bringen. Capcom legt diesmal mehr Wert auf Action als auf die ewigen „Kombinations-Rätsel“, welche bei RE schon immer zu den Hauptaufgaben zählten. Zudem gibt es eine weitere Besonderheit: Hat man im Spiel einen Hund, der in einer Falle gefangen war, aus der Patsche befreit, wird dieser zu eurem treuen Begleiter und führt euch an geheime Orte. Die Z-Taste wird hier als Kommunikationstaste benutzt und bei einem Druck auf diese pfeift ihr den Hund an eure Seite und er wird euch im weiteren Spielverlauf weiterhelfen.