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WASD-MAGAZIN: DER HERAUSGEBER IM INTERVIEW
 Interview von Sebastian Hamers (20.02.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Da soll doch jemand sagen, dass der Markt für Print-Magazine am Boden liege. In Zeiten, wo die gesamte Branche ihren Schwerpunkt in das Internet verlegt, geht Christian Schiffer einen gänzlich anderen Weg. Mit dem WASD-Magazin widersetzt sich der Digital-Native als Herausgeber dem Druck der Aktualität und bringt ein zeitloses Bookzine auf dem Markt. Was es damit genau auf sich hat und was ein Bookzine überhaupt ist, erfahrt ihr in unserem Interview, das wir mit Christian Schiffer geführt haben.


Im Gespräch habe ich heute Christian Schiffer, Herausgeber des WASD-Magazins. Christian, stell dich doch den Leuten einmal kurz vor, die dich noch nicht kennen. Was machst du und wie sieht deine Videospiel-Vita aus?

Ich bin gerade 34 Jahre alt geworden und arbeite als Hörfunkjournalist vor allem für das Szenemagazin Zündfunk auf Bayern 2. Ich habe einen relativ lückenlosen Gamerlebenslauf. Angefangen hat es mit einem Atari 2600. Darauf habe ich vor allem Pacman gespielt und ich fand es damals Wahnsinn! Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass das als ziemlich grottige Automatenumsetzung angesehen wurde. Dann kam eine C64-Zeit, vor allem aber bei einem Nachbarn, denn ich selbst hatte keinen C64. Dort spielte ich vor allem River Raid und Archon. Und dann kam der PC, der noch mal alles geändert hat. Meine Favoriten waren vor allem Sim City, Monkey Island und Wing Commander. Heute spiele ich viele Indie-Spiele, aber auch gerne epische Rollenspiele und immer wieder mal Civilization.


Jetzt hast du gerade die zweite Ausgabe des WASD-Magazins veröffentlicht. Worum handelt es sich dabei genau?

Es kombiniert quasi das beste aus dem Buch (keine Werbung, viele Seiten) und einem Magazin (aufwändiges Layout, Vierfarbdruck)Die WASD ist eine Mischung aus Magazin und Buch. Also eine Art Bookzine. Bookzines gibt es meines Wissens nach noch nicht in Deutschland. Dabei ist es total cool! Es kombiniert quasi das beste aus dem Buch (keine Werbung, viele Seiten) und einem Magazin (aufwändiges Layout, Vierfarbdruck). Nur leider ist das ökonomisch betrachtet eine etwas mutige Mischung. Aber es geht. Ansonsten geht es in der WASD um Games. Es geht darum, anders über Games zu schreiben, als man es von den klassischen Magazinen her kennt. Also mehr in die Tiefe zu gehen, mit etwas mehr Anspruch. Das Magazin verzichtet auf dieses Wertungsgehabe, was mich immer an Staubsaugerrobotertest erinnert. Damit man mich nicht falsch verseht: Ich finde Wertungen auch wichtig und ich lese andauernd Wertungen. Ich mag auch Meinungskästen. Und ich lese sogar diese Tabellen, bei der einem seitenlang alle Einheiten im Detail erklärt werden. Aber das kann halt nicht alles sein. So gesehen ist die WASD eine Art Ergänzungspublikation. Der Trend geht zum Zweitheft. Hoffentlich.


Wie kann man sich die Produktion eines WASD-Magazins vorstellen? Hast du eine feste Redaktion? Schreibst du gar alles im Alleingang?

Nein, eine feste Redaktion gibt es nicht. Ich bin im Prinzip der Herausgeber und Chefredakteur. Aber es gibt ein paar festere Autoren, etwa Christian Schmidt, der früher bei der GameStar war, oder Spieler2 vom Blog Polyneux oder auch Balkantoni von Shodannews, oder Thomas Glashüttner von FM4. Rainer Sigl, der für den österreichischen Standard schreibt, gehört auch zur festen Mannschaft. Die Produktion läuft so ab, dass ich ein Thema vorgebe und dann gute Autoren suche, die etwas beitragen möchten. Dann werden die Texte oft noch etwas verändert und dann überlegen wir uns, wie wir jeden Artikel möglichst anschaulich und schön layouten können.


Es handelt sich dabei also nicht um ein Heft mit aktuellen Spielethemen, sondern es rankt sich alles um ein spezielles Thema, das du den Autoren vorgibst. Wie gehst du bei der Auswahl nach einem Thema vor? Welche Themen wurden im WASD-Magazin bereits verwendet?

Bei der ersten WASD war das Thema "schlechte Spiele". Bei der zweiten Ausgabe gind es um "Games und Politik". Es soll eine Mischung von "leichteren Themen" sein und etwas schwererer Kost. Und was mir wichtig ist: Es soll ruhig etwas assoziativ sein.


Das heißt, die Autoren dürfen sich auch ein wenig vom Thema entfernen?

Im besten Fall weiss der Leser nie, was ihn auf der nächsten Seite erwartet.Beim Thema "schlechte Spiele" gab es auch einen Text über Civilization 2. An sich natürlich ein gutes Spiel, aber es ging dabei um die Sucht, die das Spiel beim Autor ausgelöst hat und weshalb er sein Jura-Studium schmeißen musste. So gesehen war es ein schlechtes spiel, weil der Schreiber die negativen Auswirkungen zu spüren bekam. Ich möchte, dass die WASD den Leser auf jeder Seite überrascht. Die Themen sollen von ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und mit ganz unterschiedlichen journalistischen und stilistischen Formen bearbeitet werden. Im besten Fall weiss der Leser nie, was ihn auf der nächsten Seite erwartet. Dabei nehme ich auch in Kauf, dass sich der Leser manchmal ärgert. Nur langweilig darf es nicht werden.


Wie ist es dir gelungen, eine Mannschaft von Autoren zusammenzustellen, die für ein bislang völlig unbekanntes Magazin zu schreiben gewillt sind?

Freundlich fragen und manchmal betteln. Im Ernst: Es gibt eine neue Generation von guten talentierten Menschen, die intelligent über Games schreiben kann, bislang aber keine publizistische Heimat hatte, abgesehen von diversen sehr lesenswerten Blogs. Diese haben ja Lust zu schreiben und zu publizieren. Da ist auch viel Idealismus dahinter und der Wunsch, Gedanken unter's Volk zu bringen. Ich bekomme auch sehr viele Mails von Leuten, die unbedingt etwas beitragen möchten. Ich bin also in der komfortablen Situation, mir die Autoren und die Texte aussuchen zu können und das steigert natürlich auch die Qualität. Andererseits ist das natürlich auch schwierig, weil der Platz auf Papier begrenzt ist und es manch ein guter Text dann nicht in die WASD schafft.


Im Jahr 2013 ist es in der Tat etwas ungewöhnlich, ein neues Format über Videospiele im Printform zu erstellen. Was hat dich dazu bewogen ein Magazin auf Papier zu veröffentlichen? Ein Online-Portal hätte sicher ein geringeres Risiko bedeutet.

Ich mag digitale Publikationen sehr gerne und bin bestimmt kein Romantiker. Aber ich mag auch Bücher und die Atmosphäre, die sie verbreiten. Letztlich gibt es bei der ganzen Digitalisierung ja auch eine kleine Gegenbewegung in der Nische. Vinyl-Platten sind wieder in. Gestaunt habe ich auch über diesen komischen Holz-Facebook-Stempel. Gut gemachte Bücher mag ich natürlich auch. Genau da reiht sich auch die WASD ein. Aber wie gesagt: Ich mag auch digitale Publikationen und deswegen wird es die WASD bestimmt auch mal aufs Tablet schaffen.


Das hört sich so an, als würde es dem Magazin gut gehen. Dein Expansionsgedanke lässt hoffen, dass WASD bei den Spielern gut ankommt.

Momentan braucht man sich um das Projekt keine Sorgen zu machen.Die WASD trägt sich. Sie macht keine Verluste und es bleibt nach Ausgabe 2 sogar etwas Geld für eine neue Homepage. Für mich ist das bislang ein ziemliches Nullsummenspiel. Aber ja: Momentan braucht man sich um das Projekt keine Sorgen zu machen. Das liegt aber auch daran, dass man freiwillig fünf Euro mehr zahlen kann, wenn man die WASD unterstützen möchte. Man bekommt nicht mehr für die fünf Euro, außer ein gutes Gewissen. Trotzdem macht das über ein Drittel der Leser. Das finde ich ziemlich sensationell.


Reden wir kurz über Zahlen. Was kostet ein normales Heft?

Eine WASD kostet 14,50 Euro.


Dann gibt es eine Edition, die fünf Euro mehr kostet. Praktisch eine Spende für den guten Zweck. Auf deiner Homepage gibt es weiterhin Kunstdrucke zu kaufen. Inwiefern fließen die Einnahmen davon in die Finanzierung des Projekts mit ein?

Ja, die helfen die WASD querzufinanzieren. Sie helfen dabei die WASD zu finanzieren. Aber sie sehen natürlich auch ziemlich geil aus!


Gibt es aktuell eine Möglichkeit die WASD im Laden zu kaufen? Oder geht das bislang nur über die Homepage?

Wir versuchen gerade ein Händlernetzwerk aufzubauen. Aber das wird noch etwas dauern. Deswegen gibt es sie vorerst nur über die Homepage. Aber sobald wir hier weiter sind, werden die Verkaufsstellen auf der Homepage bekannt gegeben.


Weißt du schon wann die nächste Ausgabe des Magazins erscheinen wird und welches Thema es behandelt?

Die neue Ausgabe wird im Juni rauskommen. Das Thema wird aller Voraussicht nach "Skandal!" lauten.


Der halbjährliche Turnus bleibt zunächst bestehen?

Ich mache das ja neben meinem "normalen" Job. Und mehr kann ich mir einfach nicht leisten.


Das ist verständlich. Kannst du etwas zur Auflage des Magazins sagen?

Die liegt in einem sehr niedrigen vierstelligen Bereich.

Vielen Dank für die investierte Zeit, Christian! Ich wünsche dir für deine und die Zukunft deines Magazins alles Gute!



Mit dem WASD-Magazin geht Herausgeber Christian Schiffer einen neuen Weg und triff dennoch den Puls der Zeit. Statt der Aktualität der ohnehin schon sehr schnelllebigen Branche hinterherzuhecheln, setzt WASD auf Entschleunigung. Die Autoren lassen sich viel Zeit für ihre Texte und schreiben über Themen, die mich als Spieler und Menschen bewegen. Es geht nicht um Wertungen, Nachrichten und Prognosen. WASD ist nicht aktuell, sondern zeitlos. Gerade darin liegt der große Reiz dieses Magazins. Es zeigt, dass Videospiele so viel mehr sein können als "Killerspiele". WASD macht dem Spiel als Kulturgut alle Ehre.
 
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#1 | The Comedian [13.02. | 01:02] 



7.336
WASD-Magazin: Der Herausgeber im Interview
Habe mir direkt mal die erste Ausgabe bestellt. Klingt spannend.


 













14,50€ pro Ausgabe
212 Seiten
halbjährliches Erscheinen
diverse Autoren
themenbezogene Ausgaben


Offizielle Website:
 @WASD-Magazin.de



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