Ich meinte einige ( nicht alle ) Darsteller in diesem privaten Militärunternehmen namens MNU, dass erinnerte mich dann ein bisschen an Stromberg, daß ziehte mich etwas aus dem Film raus, aber am Ende fand ich auch die ein bisschen besser als in den ersten 30 bis 40 Minuten.
Aber die Interviews mit den Afrikanern fand ich echt authentisch, ich hätte mich umfangreicher ausdrücken müssen, sorry
Paprika
Paprika entführt in eine Welt, in der die Grenze zwischen Traum und Realität nicht länger unüberwindlich ist, ja beide Welten sogar miteinander verschwimmen. Ermöglicht wird das durch eine neue Erfindung, den DC-Mini, der ursprünglich dazu angedacht war die Psychoanalyse für Therapeuten zu erleichtern. Doch der Prototyp wird gestohlen und gerät außer Kontrolle, schon bald verschmelzen die Gedanken, Gelüste und Träume Einzelner zu einem Kollektiv, das die Welt neu formen soll...
Paprika wirft schon früh weitreichende Fragen auf - Wo sind der Technik Grenzen gesetzt, oder vielmehr wo sollten sie gezogen werden? In wie weit ist das Eingreifen in die Gedankenwelt anderer gerechtfertigt? Bedeutet die gezielte Kontrolle des Geistes den Verlust der Menschlichkeit? - beantwortet diese im Verlauf des Filmes aber nie konkret und erlaubt es dem Zuschauer so eigene Meinungen zu dem Thema zu bilden.
Sind diese Fragen erstmal auf den Zuschauer losgelassen worden, verliert sich die Geschichte schnell in Ideen und einer wahnwitzig anmutenden, bildgewaltigen Inszenierung, statt die Handlung stingent fortzuführen.
Mir hat Paprika wirklich gut gefallen. Die Grundidee ist durchaus interessant (und lässt mich Ähnlichkeiten zu Nolans kommendem "Inception" bemerken), die Inszenierung ist unglaublich abgedreht und kreativ und auch die akkustische Untermalung ist sympathisch verschroben. Sehr eigenwillig und konfus und daher genau mein Ding
paprika kann ich auch nur empfehlen. toller film, den man entweder liebt oder hasst auf grund seiner konfusen erzählweise. vielleicht sollte man noch erwähnen das es sich um einen anime handelt.
Spiele zurzeit:
PC: Mass Effect | Trackmania United Forever | World Of Warcraft
PS3: Red Dead Redemption | Rock Band 2
We both said a lot of things that you are going to regret. But I think we can put our differences behind us. For science. You monster.
-GlaDOS, Portal 2
Sorry für den Doppelpost. Ich wollte noch näher auf Inception eingehen (-ist mir aber nicht besonders gut gelungen).
""Nolan vereint in „Inception" Kunst, Intelligenz und Mainstream in inszenatorischer Perfektion zu einem fiebrigen Meisterwerk. (filmstarts.de)
So kann man Inception in einem Satz auf den Punkt bringen.
Die Idee des Films, das Betreten einer geträumten Welt zum Extrahieren oder Einpflanzen von Informationen, ist so gut konzipert worden, dass in sich alles schlüssig bleibt. Trotz mehrerer Handlungsabläufe verliert man nie die Übersicht und kann so voll in das Geschehen hineinversetzt werden. Dazu liefert Nolan atemberaubende Bilder, die jeden CGI-überdrüssigen Filmgucker ins Staunen versetzen können.
Irgendwie schaffe ich es nicht, den Film umfassend zu beschreiben (Knockaround Guy wird da sicher viel mehr zu sagen haben). Also mache ich es kurz: Schaut euch Inception unbedingt an!
Meine Vorfreude auf Inception ist kaum noch auszuhalten. Leider muss ich durch ein selbstverschuldetes Versäumnis (viel zu spät um Kartenvorbestellung gekümmert) noch bis nächsten Mittwoch mit einem eigenen Fazit warten. Der Film scheint also durchaus bei vielen Cineasten Interesse geweckt zu haben und ich gönne Nolan auch den finanziellen Erfolg, das Warten fällt mir nur so unglaublich schwer .
vorhin insception gesehen, fand ich schon ziemlich gut.
schreibe allerdings in dem thread hier nicht wegen diesem film, sondern wegen einem anderen, den ich vorgestern sah:
toy story 3.
ich sah teil 1 und 2 im kino, als alter nostalgiker musste ich mir den abschluss der trilogie (trotz ersatz von peer augustinski durch bully als woody) natürlich ansehen. und ich fand ihn einfach hammer.
nicht nur, dass man nicht mehr die lieder (welche angenehm in den hintergrund traten) nun im englischen original hört - als kenner bzw. langjähriger kenner wird man bei diesem film richtig nostalgisch und gerade am ende richtig sentimental.
ich muss zugeben, dass mir am ende schier die tränen kamen. und das zu schaffen, kann kaum ein film von sich behaupten.
zwei momente sind mir da besonders in erinnerung geblieben:
Spoiler:
die spielzeuge denken alle, sie sterben, als sie in einem müll-zerschrottungswerk in einer verbrennungsgrube langsam hinabrutschen - und halten sich alle nochmal bei den händen. eine wirklich dramatische szene ohne kitsch. ich dachte mir nur: wow.
zweite szene:
andy entdeckt, dass bei all seinen spielzeugen, die er an ein mädchen spendet, auch woody dabei ist. er will ihn nicht hergeben, entscheidet sich dann aber doch dafür und spielt noch ein letztes mal mit all seinen spielzeugen mit dem mädchen, um sich dann mit wehmütigem blick in das auto einsteigend von seinen spielzeugen verabschiedet. ich hatte echt nen kloß im hals.
Ich habe nun gestern abend auch endlich Inception geguckt und kann das Fazit von Obi-Twice so eigentlich auch für mich übernehmen: "Schaut euch Inception unbedingt an!"
Nolan kreiert gekonnt komplexe Gesetzmäßigkeiten der Traumwelt, die in sich glaubwürdig und stimmig sind. Adriane, die Architekturstudentin, fungiert hier als Mediatorin zwischen Zuschauer und Film, denn da sie selbst bisher nie einen derartigen Auftrag ausgeführt hat sind die Gegebenheiten auch neu für sie. Das beschreibt bereits auch schon die allgemeine Rolle des Casts in Inception. Während alle Schauspieler eine durchweg gute Leistung aufbringen so ordnen sie sich doch stets dem Film als Gesamtkonzept unter. Bis auf die Hintergrundgeschichte von Dom Cobb erfahren wird kaum etwas über die Hintergründe der Charaktere. Glücklicherweise macht sich Leonardo DiCaprio aber gut als emotionales Zentrum des Films und dank der erneuten Vorarbeit von Adriane findet der Zuschauer auch schnell Zugang zu seinem Charakter.
Optisch sowie akkustisch ist Inception eine Wucht. Dank der Traumwelt ist es Nolan möglich unglaubliche Kulissen zu schaffen, die aber dennoch zu keiner Zeit aufgesetzt wirken. Der Score ist, ganz Hans Zimmer-typisch, perfekt auf die Bildgewaltigkeit abgepasst und untermalt die Szenen optimal.
Inception ist ein Gesamtkunstwerk wie es sie selten gibt. Die Idee einer begehbaren Traumwelt mag nicht neu sein, Nolans Interpretation und sein Konzept eben dieser ist es aber allemal. Er schafft es wiedermal gekonnt einen Sommerblockbuster abzuliefern, der visuelle Oppulenz nicht als einziges Ziel ansieht, sondern diese nutzt um die Geschichte voranzutreiben. Gleichzeitig schafft er es auch die Komplexität seiner Erzählstruktur zu erhalten ohne aber die Mehrheit seiner Zuschauer zu verlieren. Absolute Spitze
10/10 Traumebenen
Anbei habe ich noch ein paar weiterreichende Anmerkungen zum Film, diese beinhalten allerdings Spoiler. Erst lesen nachdem ihr den Film geguckt habt!
Spoiler:
Es gibt zwei Dinge mit denen ich im Film Probleme habe.
1. Der Limbus
Stirbt man in einer der Traumebenen und ist in der Wirklichkeit noch immer betäubt so landet man im Limbus, einer leeren Gedankenwelt die frei vom Träumer gestaltet werden kann.
Als Fisher in der dritten Traumebene erschossen wird landet er demnach ebenso im Limbus. Um ihn zu retten folgen ihm Cobb und Adriane, allerdings nicht indem sie sich töten, sondern indem sie erneut eine Traumvernetzung durchführen. Ist der Limbus also gleichzusetzen mit der vierten Traumebene?
Zudem ist ihre Form der Rettung ihn im Limbus zu töten, wodurch er erneut in die dritte Traumebene zurückkehrt. Wenn der Ausweg aus dem Limbus also so leicht ist, wieso machen sich zuvor alle so verrückt deswegen? Den Limbus zu betreten und ebenso auch wieder jederzeit zu verlassen scheint demanch ja kein Problem zu sein.
2. Das Ende
Durch den sich stehts kreiselnden, aber langsamer werdenden Kreisel von Cobb wird ganz am Ende nochmals die Frage aufgeworden, ob sich Cobb in einer Traumwelt oder der Realität befindet.
So wie Cobb die Funktion der Totems erklärt, ist es ungeheuer wichtig, dass nur man selbst über die Eigenheiten seines Totems bescheid weiss. Der Grund dafür ist, dass der Träumer, in dessen Traumwelt sie sich befinden, diese Eigenheiten nicht reproduzieren kann wenn er sie nicht kennt. Am Beispiel des Kreisels hat das zur Folge, dass sich dieser stets weiter dreht und Cobb dadurch aufzeigt, dass er sich in einer Traumwelt befindet. Bis hierhin schön und gut...
Mein Problem ist nur, dass sich Cobb, sofern er denn in einer Traumwelt gefangen ist, dort allem Anschein nach alleine aufhält und sämtliche anderen Protagonisten des Films Projektionen seines Unterbewusstseins gewesen sind. Er selbst ist somit der Träumer und Architekt des Traums in dem er sich befindet. Trifft das also zu, so sind ihm die Eigenheiten des Kreisels durchaus bewusst, er wäre also als Architekt des Traums in der Lage diese auch in der Traumwelt zu reproduzieren.
Sprich: Egal ob sich Cobb in der Realität oder seinem eigenen Traum befindet, der Kreisel müsste zwangsläufig umfallen.