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GOTHIC III
 Test von Karl Kröber (22.10.2006) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rollenspiel Publisher:JoWooD
Termin:13. Oktober 2006 Entwickler:Piranha Bytes

Deutschland ist, was den Spielemarkt angeht, bei weitem nicht Weltführer. Trotzdem gibt es einige Titel, die selbst in Amerika auf Anklang gestoßen sind. Die "Anno"-Reihe zum Beispiel. Oder "Far Cry", welches selbst die Entwickler von "Unreal" gespielt haben. Oder eben auch "Gothic". Die "Gothic"-Reihe zeichnete sich bisher durch Genialität aus, egal ob es um die High-End-Grafik, die ausgefeilten Charaktere oder die vielfältigen Quests ging. Zwar trübten jeweils ein paar Bugs den Spielspaß, doch waren "Gothic 1" und "Gothic 2" immer vorn dabei. Wird "Gothic 3" den erstklassigen Vorgängern gerecht?


Die Technik


Teilweise. "Gothic 3" wurde von Piranha Bytes entwickelt, einem Studio, welches auch schon "Gothic 1" und "2" die nötige Qualität verliehen hat. Und auch bei "Gothic 3" sind sie diesem Weg gefolgt. Doch leider auch in Hinsicht auf den Massenmarkt. Aber dazu später mehr.

Fangen wir mit der Optik an. Die Grafik ist nämlich der Punkt, der jedem sofort ins Auge fällt, wenn er "Gothic 3" das erste mal spielt. Wunderschöne Weitsicht, die durch einen Unschärfeeffekt realistischer aussieht als in Oblivion. Detaillierte Charaktergrafiken. Wunderbar lebendige Wälder und Dörfer, die von vielen NPCs und Monstern bevölkert werden. Keine Ladezeiten, außer beim Laden eines Speichers.

Keine Ladezeiten? Nicht ganz. Diese machen sich nämlich nicht durch Ladebildschirme bemerkbar, sondern durch Nachladeruckler innerhalb des Spiels. Und das ist mit Abstand das Stressigste an "Gothic 3". Wenn man nicht mindestens 1,5 GB RAM im Rechner stecken hat, braucht man eigentlich gar nicht zu spielen, denn das Spiel läuft sowieso nicht flüssig. Grafikkarte und Prozessor sind da erstmal zweitrangig, denn selbst auf der schlechtesten Grafikeinstellung läuft das Spiel mit 1024 MB RAM nur widerwillig. Es ruckelt alle 20 Sekunden, besonders ärgerlich wird dies bei Kämpfen, die man mitunter verliert, weil der Rechner ewig zum Reagieren braucht. An dieser Stelle hätte man vielleicht etwas mehr Tweaking betreiben können.


Erzähl mir eine Geschichte

Wenn man sich dann an der Grafik sattgestaunt hat, kann man zum eigentlichen Spiel schreiten. Die Ausgangssituation ist schnell beschrieben: Der namenlose Held ist am Ende von Teil 2 mit all seinen Freunden aus Khorinis abgehauen, indem sie ein Boot von den Paladinen "konfisziert" haben. Mit diesem Boot schipperten sie aufs Festland und haben stellten hier fest, dass die Orks, gegen die die Menschen Krieg geführt haben, siegreich gewesen sind. Das bedeutet, dass alle Städte im Mittelland Myrtana von den Orks besetzt wurden. Diese haben den Großteil der Menschen kurzerhand versklavt. Im Nordland, das von tapferen Barbaren bewacht wird, wird allerdings noch kräftig Widerstand geleistet. Auch eine Gruppe von Rebellen macht den Orks in Myrtana das Leben schwer. Wie in den Vorgängern kann sich der Held jetzt entscheiden, für wen er ins Feld zieht. Will er den Rebellen helfen und die Orks vertreiben? Will er auf Seiten der Orks die Rebellen ausrotten, oder er den Assassinen beitreten, die die Orks mit Sklaven beliefern?

Auf Magie hat man allerdings erst später Zugriff, da Xardas, die undurchschaubare Kraft der ersten beiden Teile, die Runenmagie deaktiviert hat. Dadurch müssen die Magier jetzt auf Schriftrollen zurückgreifen und erstmal kräftig nach neuen Magiequellen forschen.


Kampf und Quest

Egal welche Gruppe man nun unterstützt, ums Kämpfen kommt man nicht herum. Aber da einfaches Kloppen mit NPCs ja langweillig wäre, bekommt der Spieler dazu noch Quests spendiert. In jeder Stadt gibt es zahlreiche NPCs, die den Spieler mit ihren Problemen um Rat und Tat bitten. Wenn man kämpfen will, hat man ähnlich wie in den Vorgängern mehrere Möglichkeiten. Will man nun mit Schwert und Schild kämpfen, oder bevorzugt man dicke Zweihänder? Vielleicht will man Gegner auch lieber aus der Ferne mit dem Bogen erledigen? Das bleibt dem Spieler überlassen. Allerdings ist hier das Balancing nicht ganz ausgereift. Mit einem Einhänder braucht man jeden humanoiden Gegner bloß "totklicken". Gegen Wildtiere sieht das allerdings anders aus. Auch einfache Wölfe sind auf höheren Stufen gefährlich, denn sie greifen so oft an, dass man als Spieler schnell stirbt, ohne irgendetwas machen zu können. Und so passiert es mitunter, dass der Spieler, der gerade ein ganzes Dorf von Orks leergeschnetzelt hat, gegen einen zu groß geratenen Hund verliert. Auch die Schilder machen nicht viel Sinn, da sie nur die Beweglichkeit des Helden einschränken. Zweihänder hingegen sind einfach zu langsam.

Aber nicht nur beim Kampfsystem ist das Spiel unausgeglichen, auch bei den erhältichen Waffen. Ich habe mir von meinen ersten 1000 Goldstücken (die relativ leicht verdient sind) ein Flammenschwert gekauft. Selbst nach 20 Spielstunden habe ich noch kein besseres Schwert gefunden. Warum soll ich also in irgendwelchen Höhlen suchen, in denen die Truhen zufallsgenerierte Inhalte haben? Diese Arbeit lohnt sich schlichtweg nicht.

Hat man sich nun also für Waffe und Kampfstil entschieden, legt man mit den Quests los. In jeder Stadt gilt es, sich entweder bei den Rebellen oder den Orks hochzuarbeiten. Dazu erledigt man eigentlich immer Botenaufträge oder läuft von A nach B. Wenn das bei den ersten zwei Städten noch Spaß macht, so wird es spätestens beim dritten Mal etwas eintönig. Wenigstens werden später im Nordland und in der Wüste die Quests etwas anspruchsvoller. Hat man sich genug beliebt gemacht, wird man zum Orkherrscher der jeweilligen Stadt vorgelassen. Diesen haut man nun entweder tot, um die Stadt den Rebellen zu überlassen, oder man zerstört die Posten selbiger im Auftrag der Grünhaut.

Manchmal hat man das Pech und muss mit wichtigen NPCs zusammenarbeiten. Während der Held schon von einer wolfischen Dauerattacke äußert rasch hingerichtet wird, so geht das bei NPCs noch schneller. Diese kämpfen so schlecht gegen nicht-humanoide Gegner, dass man häufig nur auf die Monster einhaut, die dem NPC zu nahe kommen, um ihm am Leben zu halten.


Du musst doch nur den Nippel durch die Lasche ziehen...

... nach etwa diesem Motto lief die Bedienung der vorherigen Teile ab. Diesen Punkt haben die Entwickler stark verbessert: Die Menüs werden zum Beispiel mit der Maus bedient. Natürlich hat man ein Inventar, in dem alle wichtigen Gegenstände abegelegt werden. Jenes Inventar ist sogar sortiert. Nach Waffen, Defensivitems, Magieitems und sonstigem Krimskrams. Auch beim Handeln hat sich einiges verändert. Realistischerweise kann man jetzt auch Geldwert gegen Geldwert tauschen (Nach dem Motto, 4 rostige Schwerter gegen eine Axt). Wenn die Axt trotzdem mehr wert ist, klickt man auf den Button "Goldausgleich" und die nötige Menge an Gold wird auf der entsprechenden Seite dazugepackt. Sehr sehr praktisch. Zusätzlich wird jedes Schriftstück in einem Extramenü verwahrt und verbraucht keinen Platz im Inventar. Dort kann man sich jedes Mal in Erinnerung rufen, wie ein Heiltrank gebraut wird.


Mama, wo kommen eigentlich die Heiltränke her?

Wenn man den Heiltrank nicht kaufen will, stellt man ihn selbst her, womit wir auch schon beim Levelsystem wären. Für das Erfüllen von Quests sowie das Schnetzeln von Gegnern, erhält man Erfahrungspunkte. Ab einer bestimmten Menge an Erfahrungspunkten steigt man ein Level auf und bekommt 10 Lernpunkte. Diese Lernpunkte investiert man nun, zusätlich zu einer gewissen Anzahl Gold, bei einem Lehrer, der aus 5 Lernpunkten zum Beispiel 5 Stärkepunkte macht. Ab einer gewissen Anzahl von Stärkepunkten kann man auch noch Skills lernen, zum Beispiel das Führen von Schweren Waffen. Genauso verläuft das bei den Jagd- und Diebesfähigkeiten.

Leider ist es hier so, dass einige Skills absolut sinnlos sind. Ausdauer des Wolfes zum Beispiel. Für jede Aktion wie Springen, Blocken oder Angreifen verbraucht man Ausdauer. Dabei bleibt es aber auch, da ein leerer Ausdauerbalken keinen Einfluss auf irgendetwas hat. Lediglich sprinten kann man dann nicht mehr. Da der Held aber eh schnell genug läuft, braucht man dies selten.

Um nun die Frage zu klären, wo die Heiltränke herkommen, muss man sich das Alchemiesystem etwas näher ansehen. Ersteinmal kauft man sich Rezepte, dann braucht man die nötigen Zutaten, die meist irgendwo in der Welt herumliegen. Hat man alles nötige beisammen, kehrt man an einem Alchemietisch ein und stellt seine Tränke her. Sinnvolle Neuerung: man kann gleich soviele Tränke produzieren, wie man Zutaten hat. Das Geklicke des Vorgängers entfällt. Fertig ist der Heiltrank. Genauso funktioniert dies übrigens auch mit Nahrungsmitteln und Waffen.





"Gothic 3" ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits lässt sich an vielen Ecken die Gothic-typische Genialität entdecken, andererseits ist vieles Routine und man hat das Gefühl, die Entwickler haben die Spielwelt nur so groß gemacht, um die Masse zu befriedigen. Auch die Unausgeglichenheit des Kampfsystems sowie der fehlende Entdeckungsdrang, durch zufalls- generierte Kisten, tragen nicht gerade zum Spielerlebnis bei. Dafür entschädigen wiederum die geniale Grafik (die leider ihren Tribut an RAM fordert), sowie das Gothic-Spielgefühl. Wenn ihr ein gutes System euer Eigen nennt und über ein paar Bugs hinwegsehen könnt, dann greift zu.
 
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89%

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#1 | Felix Kämpgen [25.10. | 12:45] 
Sehr Gut
Dieser Artikel beschreibt fast alles was auch ich mir über Gothic 3 gedacht habe. Mir fehlt lediglich noch das nicht angesprochen wurde dass man sich kaum einer Fraktion anschließen kann (erst sehr spät im Spiel). Dies liebte ich bei den Vorgängern, was jetzt leider wegfällt (warum müssen bloß alle der Freiheit von Morrowind nacheifern???). Dadurch fehlt es leider auch extrem an einer ziehenden spannenden Haupt- quest!
Dennoch ein genialer Titel (zumindest wenn ein paar Bugs noch ausgemertzt werden!)
Zugreifen!

#2 | Moondancer [25.10. | 14:41] 
Technik
Also ich weiß nicht was alle in Bezug auf die Hadwareanforderungen haben. Mein Rechner ist auch weit davon entfernt High End zu sein und es läuft fast ruckelfrei und das obwohl ich alle Einstellungem auf sehr hoch gestellt hab. Und das bischen Ruckeln dann und wann nehm ich für die wunderschöne Grafik gern in Kauf. Nur die etwas arg langen ladezeiten und die nervigen Bugs stören desöfteren.
Aber Gothic 3 ist für mich im großen und ganzen einfach nur ein sehr gute Spiel

#3 | Ein G1 und G2 (dNdR) Fan [05.09. | 20:14] 
Schade
gothic 3 hätte toll werden können, wären da nicht der Größenwahn eines Publishers und eine totale Überschätzung der Entwicker sich selbst gegenüber gewesen. Sicher, die Grafik ist ganz nett, aber, in einem Rollenspiel kommt es nicht auf Grafik an, sondern auf die Story.

Diese ist in G3 so löchrig wie ein EmmentalerKäse, wenn man sie ÜBERHAUPT finden kann.

Ich befürchte, gothic 4 wird in die selbe Richtug schießen. Das ist sehr sehr schade.

Gothic endet damit für mich nach G2 - Die Nacht des Raben.


 













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Pro:
sehr gute Grafik
ausgefeiltes Skillsystem

Contra:
Performance
Gothic "Light"


Offizielle Website:
 gothic3.com

Fansites:
 worldofgothic
 gothic-central
 @gamona

Weitere Links:
 E3 Trailer
 Soundtrack
 Kai Rosenkranz



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