Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


CRYSIS
 Test von Christoph Kirchner (20.11.2007) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Ego-Shooter Publisher:Electronic Arts
Termin:14. November 2007 Entwickler:Crytek



Einleitungen in Spieletests sollen an den Titel, um den es sich nun einmal dreht, heranführen, ein bisschen auf die Geschichte der Entwicklung eingehen und Spannung erzeugen. Erfüllt Shooter XY wirklich die Erwartungen, oder enttäuscht das im Vorfeld so hoch gelobte Spiel? Der Leser soll motiviert werden, den mühsam zusammentgetippten Text gefälligst zu lesen. Immer mal wieder gibt es dann aber einen Hype-Titel, dessen Features sogar eine an Alzheimer erkrankte 90-jährige Oma ohne Spickzettel herunterbeten kann. Tja, „Crysis“ ist so ein Titel. Wie soll man da noch Spannung aufbauen? Nun, wir versuchen's erst gar nicht – unser Test.


Alien vs. Special Forces

Auf einer Insel, besser gesagt im Inneren eines Berges, finden Forscher ein mysteriöses Raumschiff. Blöderweise ist das Objekt, das schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrmillionen auf der Erde liegt, alles andere als unbewohnt. Nachdem der Kontakt zu den Forschern abreißt, und ein Spezialtrupp besagte Insel infiltriert, wird klar: Die definitiv nicht irdischen Raumschiffeigner sind aus einer Art Kälteschlaf erwacht, und scheinen alles andere als friedliebend zu sein. Nebenbei machen sich die mit Kältestrahl und extrem fortgeschrittenen Technologien ausgestatteten Aliens auch noch sämtliche verfügbaren Energiequellen zu Eigen. Dass bei der ganzen Aktion mal eben ein paar tausend Menschen den Tod finden, scheint die Viecher nicht zu interessieren. Klar, dass diesem Treiben ein Ende gesetzt werden muss. Problem: Das betroffene Eiland liegt auf dem Territorium der Nordkoreaner. Da die Kommunisten bekanntlich nicht so gut mit den Amerikanern und dem Rest der kapitalistischen Welt können, infiltriert eine Truppe der Special Forces, zuerst unbemerkt, die Insel. Ihr verkörpert Jack Dunn, ein Mitglied der Spezialeinheit. Wie es weiter geht, ist klar: Ihr werdet von der Achse des B..., pardon, den Nordkoreanern entdeckt, und müsst Euch somit ersteinmal durch Horden böser Asiaten kämpfen, bevor es an die wirklich harten Brocken, die Aliens, geht.

Ganz ehrlich: Innovativ ist die Geschichte nicht. Vergleicht man das Ganze allerdings mit der Story des Vorgängers „Far Cry“, spielt „Crysis“ erzählerisch, vorallem aber inszenatorisch ein paar Ligen höher. Die Geschichte ist spannend in Szene gesetzt und wird mit zahlreichen Scriptsequenzen aufgewertet, die teils sogar die Qualität eines „Call of Duty 4“ erreichen. Ganz an die dramatische Perfektion des kriegerischen Konkurrenten kommt Cryteks Werk dann aber doch nicht heran, was mitunter aber auch an dem in weiten Teilen recht offenen Gameplay liegt.

„Crysis“ ein ein Beispiel dafür, dass zuviel Hype auch die ein oder andere Überraschung verderben kann. Dass Euch im späteren Verlauf des Spiels böse Aliens erwarten, war bereits im Vorfeld bekannt. Ganz offiziell erfahrt Ihr das aber erst nach ein paar Spielstunden. Spannend bleibt's trotzdem: Gerade wenn Ihr in den ersten Leveln des Spiels das imposante Eiland erforscht, kommt ein Gefühl des „Bedroht Seins“ auf, das ein wenig an die Atmosphäre der TV-Serie „Lost“ erinnert. Was „Crysis“ aber eindeutig fehlt, sind einprägsame Charaktere. Da gibt es den typischen Klischee-Anführer, den leicht abgedrehten Klischee-Kameraden, den rücksichtslosen Klischee-Admiral und die selbstbewusste Klischee-Forscherin. Geht schon inordnung, ist aber kein Vergleich zu „Half Life 2“, das es schafft, den Spieler auch emotional zu packen, und an bestimmte Charaktere zu binden.


Von Inseln und Raumschiffen

Ein bisschen wirkt „Crysis“ schon wie ein „Far Cry 2.0“ - zumindest in den ersten Spielminuten. Nach einem spektakulären Fallschirmsprung findet Ihr Euch auf einem tropischen Eiland wieder, das diesmal zwar nicht von Klon-Söldnern, dafür aber nicht minder ballerfreudigen nordkoreanischen Soldaten besetzt ist. Schnell wird jedoch klar: „Crysis“ ist alles andere als ein billiger Aufguss des Vorgängers. Da hätten wir zum Beispiel die deutlich realistischer und zusammenhängender anmutende Insel. Befestigte Straßen, Schilder, kleine Lager, Plantagen und Ortschaften. Auch Tankstellen und diverse Läden sind auszumachen. Man hat tatsächlich den Eindruck, sich auf einer zwangsevakuierten Insel, und nicht einem synthetischen Traum-Eiland zu befinden.

Zumindest in der Ersten Hälfte lässt Euch der Titel die aus dem Erstlingswerk bekannten Freiheiten. Wie Ihr zum Ziel gelangt, also welchen Weg Ihr nutzt bzw. wieviele Gegner Ihr wie platt macht, bleibt Euch überlassen. Nach ein paar Stunden wird „Crysis“ deutlich linearer: So verschlägt es Euch in das grandios, aber etwas verwirrend gestaltete Alienraumschiff. Später kämpft Ihr Euch durch eine vereiste Region der Insel, um am Ende einen halbwegs frei begehbaren Flugzeugträger zu erkunden.

Natürlich lassen sich auch diverse Fahrzeuge steuern. Neben dem bereits aus „Far Cry“ bekannten, optisch etwas aufgehübschten Buggy, steht ein „ziviles“ Fahrzeug zur Verfügung. Auch in einem Truppentransporter, einem Boot oder einem Panzer kann Platz genommen werden. Überraschung für alle Flugfreunde: Im letzten Drittel steuert Ihr zudem einen futuristischen, bis an die Zähne bewaffneten Gleiter. Juhuu!


Zieh dich doch mal an!

Ein zentrales Element des Spiels ist der sogenannte Nano-Suit, ein futuristischer Anzug der Eurem Charakter diverse Spezialfähigkeiten verleiht. Auf Knopfdruck steigert Ihr beispielsweise Eure Stärke, Geschwindigkeit oder Panzerung. Auch könnt Ihr Euch für ein paar Sekunden unsichtbar machen. Ein spezieller Balken am unteren Bildschirmrand zeigt an, wieviel Energie noch zur Verfügung steht. Ist diese verbraucht, müsst Ihr vor dem erneuten Einsatz der Fähigkeiten einen Moment warten, bis sich die Leiste wieder aufgeladen hat. Die Funktionen des Suits geben den spannenden Gefechten taktischen Biss, und erinnern ein wenig an die Plasmide eines „Bioshock“.

Waffentechnisch erwarten Euch neben standardmäßigen Wummen wie Pistolen und Maschinengewehren auch eine Schrotflinte, ein Raketenwerfer und zum Ende hin eine fesche Plasma-Kanone. Insgesamt hatten wir aber auf etwas kreativere Knallfrösche, gerade im Hinblick auf die Alienkultur, gehofft. Immerhin lassen sich die Schießeisen auf Knopfdruck mit verschiedenen Extras wie etwa Zielfernrohren oder einem Schalldämpfer aufwerten.

„Far Cry“ glänzte bereits mit einem der besten KI-Systeme des Genres. Auch „Crysis“ verfügt über eine sehr gute, aber nicht unbedingt bessere KI. Hin und wieder gibt es zudem ein paar Hänger: Gegner erkennen uns zu spät, oder bleiben schonmal an diversen Objekten hängen. Klingt schlimmer, als es wirklich ist: Die Fehlerchen treten äußerst selten auf, und sollten sich mit einem Patch beseitigen lassen. Ebenfalls überarbeiten sollte Crytek die viel zu gut gepanzerten Standardgegner – diese stecken schlichtweg viel zu viele Kugeln ein, bevor sie das Zeitliche segnen. Umständlich: Euer Charakter sammelt nicht automatisch Munition ein. Ihr könnt neue Geschosse, Waffen und Granaten nur manuel aufnehmen. Das nervt, und frustet vorallem in den knackigen Gefechten.


Wenn's läuft, läuft's

Die grafische Brillianz von „Crysis“ steht außer Frage: Einen schöneren Titel gibt es aktuell nicht zu kaufen. Ultrarealistische Charaktere, grandios eingesetzte Shader, riesige Level, kinoreife Effekte, knackscharfe Texturen. Auch die Physik erreicht bisher nicht dagewesene Standards: Nahezu jedes Objekte der Welt ist beeinflussbar. So stürzen beispielsweise einzelne Teile von Gebäuden bei Beschuss in sich zusammen und knicken Blätter bei Kontakt realistisch ein. Wer will, kann sogar Bäume in Ihre Bestandteile zerlegen. Wahnsinn! Dass die Optik, vorallem im DirectX 10-Modus, entsprechenden Forderungen an die Hardware stellt, ist klar. Wer nicht mindestens einen Rechner mit zwei CPU-Kernen, einer aktuellen Grafikkarte und 2 GB RAM zuhause stehen hat, braucht das Spiel gar nicht zu installieren. Autsch!

Was die Akustik angeht, so bewegt sich „Crysis“ ebenfalls auf Referenz-Niveau. Die Soundeffekte sind exzellent abgemischt und kommen vorallem mit einer 5.1 Sourroundanlage zur Geltung. Der Soundtrack untermalt das Geschehen perfekt, die deutsche Synchronisation könnte nicht besser sein. Klasse Crytek!


Power Struggle!

Galt der solide Mehrspielermodus von „Far Cry“ maximal als Geheimtipp, hat der Multiplayermodus von „Crysis“ das Zeug, sich in der E-Sport Szene zu etablieren. Neben diversen Deathmatch-Varianten erwartet Euch mit dem Power Struggle-Modus ein echtes Schwergewicht: Es gilt, die gegnerische Zentrale zu vernichten. Leichter gesagt, als getan: Bevor dies vollzogen werden kann, gilt es erst, diverse Einrichtungen einzunehmen. Aufgrund der Größe der verschiedenen Maps können natürlich die aus dem Singleplayerpart bekannten Fahrzeuge verwendet werden. Herrlich: Ihr müsst im Mehrspielermodus nicht auf die Fähigkeiten des Nano-Suits verzichten.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:




"Crysis" erfüllt die Erwartungen. Kleinere Mängel gibt es, die meisten Problemchen dürften sich aber mit einem Patch beseitigen lassen. Ansonsten ist Cryteks zweites Werk ein in fast allen Belangen perfektionierter Shooter: Grandiose Präsentation, fordernde Gefechte, abwechslungsreiches Gameplay, gelungener Mehrspielermodus, solide Geschichte. Was mir persönlich bei all der Edel-Optik, der wuchtigen Soundkulisse und der Vorzeige-Features aber ein bisschen gefehlt hat, war Seele. Charaktere wie Gordon Freeman und Alyx Vance hatte ich sofort in mein Herz geschlossen, die "Crysis"-Helden bleiben austauschbar.
 
So testen wir >>

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
84%


 










mehr Wallpaper






















Pro:
grandiose Optik
interaktive Umgebung
wuchtige Soundkulisse
Nano-Suit

Contra:
KI-Macken
Hardwarehunger
kein automatisches Munitions- einsammeln


Offizielle Website:
 crysis.de

Fansites:
 crysis-hq.de
 farcrysis.de

Weitere Links:
 Demo



Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW