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GTA SAN ANDREAS
 Test von Wolfgang Herbst (08.11.2004) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action Publisher:Take 2
Termin:28. November 2004 Entwickler:Rockstar North

Grand Theft Auto. Diese Serie war für viele ein, ja wenn nicht der Meilenstein in der Videospielbranche. Die schier grenzenlose Freiheit, der geniale Storymodus und das unendlich lang motivierende Spielprinzip sind nur wenige der signifikanten Punkte, die die GTA Serie ausmachen.

Nach GTA Vice City (dt.) fand das komplexe Spiel einige Nachahmer, doch nie wurde die Referenz erreicht. Jetzt hingegen tritt erneut Rockstar an, um die Messlatte ein weiteres Mal höher zu legen, was wahrlich kein simples Unterfangen ist. Schafft es GTA San Andreas besser als seine Vorgänger abzuschneiden? Ist es tatsächlich das beste Spiel für die PS2? Erfahrt die Antworten in unserem Review!


Back on the block...


Wie in den Prequels auch übernehmt ihr die Kontrolle über einen Kleinganoven, der sich im Laufe des Spiels durch diverse Aufträge von mehr oder minder einflussreichen Schlüsselpersonen an die Spitze der Straße arbeitet. Waren schon die früheren Storylines um den „Namenlosen Typen“ und Tommy Vercetti äußerst stimmig, ist die aus San Andreas das Maß aller Dinge:

Als Carl Johnson, kurz CJ, kommt ihr nach fünf Jahren Eastcoast-Aufenthalt in Liberty City Anfang der 90er Jahre zurück nach Los Santos, San Andreas. Trauriger Anlass für die Heimkehr ist der Tod von Carls Mutter. Doch nach der Ankunft muss CJ erfahren, dass sich während seiner Abwesenheit viele Dinge geändert haben: Seine frühere Gang, die Grove Street Family steht kurz vor dem Zerfall, die wenigen übrigen Mitglieder sind crackabhängig und die Grove Street selbst droht bald von der verfeindeten Gang, den Ballas übernommen zu werden. Zudem wurde CJ direkt nach der Ankunft von den korrupten Polizisten Tenpenny und Pulaski in „Empfang genommen“, soll heißen er wurde seines wenigen Geldes und seines gesamten Gepäcks beraubt. Nach einer kurzen Konversation während der Autofahrt wird CJ zwar wieder freigelassen, doch die beiden Polizisten suchten sich ausgerechnet das feindliche Territorium der Ballas als Absatzpunkt aus. Seines sämtlichen Hab und Gutes entledigt muss sich CJ also vorsichtig zur Beerdigung seiner Mutter aufmachen...


Giant Theft Auto

Ihr beginnt also euer Spiel in Los Santos, dem fiktiven Los Angeles im Bundesstaat San Andreas. Neben dieser Metropole wurden zudem noch Interpretationen von San Francisco (San Fierro) und Las Vegas (Las Venturras) ins Spiel eingebaut, die mit fortlaufendem Spielfortschritt freigeschaltet werden. Verbunden werden diese Bezirke durch Highways, aber auch durch kleinere Straßen und Schleichwege durch das Land. In diesem finden sich neben rund einem Dutzend kleinerer Siedlungen auch Geisterstädte und sogar geheime Militärbasen. Weiterhin wartet ein kompletter Berg, der Mount Chiliad, darauf bestiegen bzw. beflogen zu werden. Alles in allem ist San Andreas einfach nur riesig: Trotz des höheren Detailgrades und der abwechslungsreichen Gebiete ist der Staat knapp 6 Mal größer als noch Vice City! Im Gegensatz zu z.B. "True Crime: Streets of L.A.", in dem trotz der authentischen und enorm großen Nachbildung von Los Angeles nur eine monotone, nahezu triste Umgebung kreiert werden konnte, schafft es GTA einen eleganten Spagat zwischen Größe und Erkennungsmerkmalen vorzuweisen.

Doch nicht nur bezüglich der Spielfläche ist San Andreas gewaltig, auch im Missionsumfang ist es nahezu unschlagbar: Nach 30 Stunden konzentriertem „Missionsspielen“ erreichten wir erst etwa 60% Spielfortschritt – dabei darf nicht vergessen werden, dass das viele zusätzliche freie „Herumfahren“, was einfach unendlich viel Spaß macht, bei dieser Hochrechnung vernachlässigt wurde. Somit ist nicht zuletzt durch die vielen diversen Sammelobjekte (es gibt beispielweise Austern, Hufeisen, Fotospots oder Graffiti-Tags), die zahlreichen Nebenmissionen und die unzähligen Minispiele wochenlanger, ja geradezu monatlanger Spielspaß garantiert.


Gangsterlebenssimulation

Neuerdings können jetzt auch alle (un-)erdenklichen Faktoren bezüglich des Protagonisten beeinflusst werden. In San Andreas wurde nun ein Skillsystem eingeführt, welches angibt wie gut CJ momentan in welchem Bereich ist: Ist das Ziel ein athletischer Körper, heißt die Devise regelmäßig das Fitnessstudio zu besuchen, ist man willig sich gehen zu lassen, verhelfen die vielen Fastfoodketten zu einem Waschbär-, anstatt zu einem Waschbrettbauch.

Je nach Extrem sollte man sich allerdings auf mehr oder minder provokante Kommentare der erfreulich unterschiedlich modellierten Passanten („Klone“ bekommt man fast nie zu Gesicht) gefasst machen, auf die ihr auf Knopfdruck sogar eine positive, bzw. negative Antwort geben könnt. Des Weiteren steht es CJ frei, welches äußere Erscheinungsbild er abgeben möchte. In verschiedensten Läden könnt ihr euch ein Tattoo stechen lassen, eine neue Frisur zulegen oder in neue Klamotten schlüpfen. So viel Individualismus gab es in ähnlichen Spielen noch nie.

Wer nun die Vermutung hat, dass San Andreas einem weiteren Ableger der Sims gleicht, darf eines besseren belehrt werden. Die Skills dienen hauptsächlich nur zur Auflockerung des Gameplays. Die Missionen werden zwar durch bessere Konditionen oder Fähigkeiten im Umgang mit Waffen etwas erleichtert, doch bleiben stets fair. Aber mal ehrlich: Will man wirklich mit einem fetten Wanst ein Casino in Las Venturras ausnehmen?


Protect your Family: Visit Ammu-Nation!

San Andreas wäre kein GTA wenn nicht eine breit gefächerte Auswahl an Waffen zur Verfügung stehen würde. Somit könnt ihr euch im Laufe des Spiels immer größere Kaliber zulegen, beginnend mit einer einfachen 9mm Pistole bis hin zu einem zielsuchenden Stinger-Raketenwerfer. Hier ist absolut alles dabei, was nötig ist um einen mehr oder weniger privaten Kleinkrieg zu führen. Je öfter ihr die jeweilige Waffe benutzt , desto geübter werdet ihr, wie erwähnt, in deren Gebrauch: Verzieht ihr beispielsweise zu Beginn noch jeden vierten Schuss mit einer Uzi (bei permanentem Dauerfeuer wird die Streuung größer), so könnt ihr später sogar zwei Stück davon halten und somit den Gegnern im wahrsten Sinne des Wortes einheizen.

Aber auch die Fahrzeuge kommen nicht zu kurz: Es gibt über 100 Modelle, wobei diesmal jedes einzelne mit einer eigenen Physik versehen ist. Egal ob Quad-Bike, Truck, Jeep, Fahrrad, Buggy oder Jetpack – sämtliche Fortbewegungsmittel fahren oder fliegen sich äußerst glaubwürdig.


Hollywoodreife Starbesetzung

Um die passende Atmosphäre neben den fantastischen Adaptionen der Städte zu erzeugen, verpflichtete Rockstar für die Synchronisation namhafte Akteure, wie zum Beispiel Peter Fonda, Ice-T oder Samuel L. Jackson. Die Skripte, zum Leben erweckt durch die wie auf den jeweiligen Leib des Charakters geschnittenen Stimmen lassen sich nur in ein Wort fassen: Genial! Die ironische Weise, in der das Gangstermilieu dem Spieler nahe gebracht wird, hat einen Charme, der nur schwer wieder loslässt. Ihr Übriges tragen dazu die prima Charaktere bei, die sich während des Spieles ungeheuerlich entwickeln und für viele spannende Storywendungen beitragen.

Weiterhin ist die musikalische Untermalung eine Klasse für sich: Ganze zehn Sender (der elfte ist der amüsante Talksender WCTR) mit einem eigenständigen Musik- und Moderationsprogramm fanden ihre Wege ins Spiel. Somit ist für alle Geschmäcker und Situationen etwas dabei: Hip-Hop, Gangster-Rap, Classic-Rock, Alternative Rock, Soul, Funk, Country: Die akustische Präsentation ist einsame Spitze. Selbstverständlich sind sämtliche Tracks lizenziert und allesamt von namhaften Künstlern (Dr. Dre, 2-Pac, David Bowie, Guns’n’Roses, Kool and the Gang – die Liste ließe sich noch ewig fortführen).


Die Missionen

Jetzt wurden viele Worte über die Aufmachung verloren, doch wie sieht es nun eigentlich mit dem Zentrum des Spieles, den Aufträgen aus. Normalerweise würde jetzt die Beschreibung einer typischen Mission kommen, doch bei San Andreas lässt sich einfach nichts unter einen Hut stecken! Die Missionen sind ausnahmslos so designt, dass gar keine Langeweile oder Routine im Ablauf entstehen kann. Und selbst wenn ein Konzept erneut aufgegriffen wird, wurde die ähnliche Mission bereits Stunden zuvor durchgeführt, so dass sie immer wieder Unterhaltung bietet. Im Laufe des Abenteuers erledigt ihr also beispielsweise simpel Zielpersonen, fliegt Modellhubschrauber, klaut bestimmte Wägen, springt von Flugzeugen mit einem Fallschirm ab, kapert Schiffe, bereitet einen Casino-Coup vor oder helft als Rapper-Manager aus. Diese Aufzählung war allerdings nur ein kleiner Ast des großen Missionsbaumes, der euch erwartet!

Durch das Spiel zieht sich eine motivierende, flache Lernkurve, die absolut jedem das Spiel zugänglich macht. Zudem passt sich das Spiel dem Können des jeweiligen Spielers an. Scheitert ihr beispielsweise an einer schlichten Baller-Mission werden im neuen Anlauf mehrere Healthkits und andere Tools, die euch das Leben erleichtern in der Location platziert. Mehr Spielspaß geht nicht!


Der Gangaspekt

Ein Feature, welches besonderer Erwähnung wert ist, ist die (Wieder-)Einführung der Ganghandlungen. Wie oben erwähnt ist CJ ja Gründungsmitglied der Grove Street Family, welcher wieder auf die Beine verholfen werden muss. Dies funktioniert in Form von Eroberungen von Gebieten. Anfangs habt ihr nur wenige Regionen in Los Santos (die Gangs beschränken sich nur auf diese Stadt), doch nachdem ihr in einem feindlichen Gebiet die Gegner lange genug provoziert habt und noch drei weitere Angriffswellen überstanden habt, erschließt ihr automatisch den eben umkämpften Sektor. Damit keine Langweile aufkommt werden eroberte Gebiete nach einiger Zeit auch wieder angegriffen: Könnt ihr die Angreifer abwehren, bleibt der Bereich in euren Händen.

Damit ihr euch der Übermacht der Ballas aber nicht alleine gegenüberstellen müsst, könnt ihr je nach Respekt, den ihr euch verdient habt, noch Mitglieder eurer Gang für den Kampf rekrutieren. Diese folgen euch dann entweder zu Fuß oder steigen mit euch in ein Fahrzeug, aus dem sie dann einen fortgeschrittenen Drive-By auf die Gegner starten können. Aber auch ansonsten ist die KI mehr als gut gelungen: Bis auf wenige Ausnahmen (ein paar naive Individuen gibt es ja immer) suchen sich eure Mitstreiter kluge Wege um Hindernisse zu umgehen, feuern auf die nächsten Bedrohungen und ergreifen auch schon mal die Flucht bei einer zu ausweglosen Situation.

Damit eure sozialen Kontakte neben euren „Homies“ aber auch wirklich nicht zu kurz kommen, könnt ihr sogar eine, bzw. mehrere Freundinnen haben. Diese könnt ihr dann in diverse Lokale ausführen um einfach ein wenig auszuspannen. Ein zugegebenermaßen kleines, aber ziemlich unterhaltsames Feature, nicht zuletzt durch den interessanten Multiplayer...


Extrameldung! Multiplayer in GTA

Ja, richtig gelesen. Im neuen GTA könnt ihr San Andreas auch zu zweit unsicher machen. Zwar können die Missionen nicht in einem Koop bewältigt werden, doch sobald ihr ein Herz einer oben beschriebenen Freundin erobert habt, könnt ihr am Haus derer den Zwei-Spieler-Modus aktivieren. Spieler 1 muss sich lediglich in das adäquate Symbol stellen, während Spieler 2 eine beliebige Taste auf dem Controller drückt und schon geht es los: Die Kamera zoomt hierbei einige Meter nach oben und verfolgt das Geschehen aus einer Helikopterkamera. Nun steht euch wie auch im Singleplayer die ganze Welt offen. Ihr könnt durch die Straßen wüten und gegnerische Gangs aufmischen, euch mit der Polizei anlegen, ein Auto stehlen und während der andere Spieler fährt aus dem Fenster schießen oder einfach per Druck auf L1 einen romantischen Kuss vollführen...

Neben diesem am Besten mit den Amokläufen aus den Prequels vergleichbarem Modus, könnt ihr aber auch einfach eine gemütliche Runde Billard in einer verrauchten Bar spielen.


Das einzig wahre Kritikpünktchen

Nobody is perfect. Dies trifft leider auch, wenn auch nur in geringer Weise, auf San Andreas zu. Übeltäter ist hier die Technik: Es ist leider Fakt, dass die PS2 einfach nicht mit mehr mit den massenhaften Daten des Spiels zurechtkommt. Dies äußert sich in Form von Pop-Ups und recht starken Nebelwänden (hierbei sei noch erwähnt, dass entgegen einiger Gerüchte im Vorfeld das Spiel auf jeder, auch den alten, PS2-Modellen einwandfrei läuft). Bei hohen Geschwindigkeiten machen sich außerdem Probleme beim Streamen der Texturen bemerkbar: Hier wird oft direkt vor des Spielers Auge von der verschwommenen Häuserfassade in die detaillierte gewechselt.
Interessanterweise wirken sich diese Mankos in keiner Weise auf das Gameplay aus! Das Umfeld verwöhnt durch die vielen Details und die Umgebung ist einfach nur lebendig und stets flüssig dargestellt. Da wird eine nicht perfekte Weitsicht gerne verschmerzt. Beachtlich ist zudem, dass das Spiel mit einer einzigen Ladepause nach dem Einschalten der Konsole auskommt – der gesamte Bundesstaat kann ohne störende Ladezeiten in Angriff genommen werden.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:




Dieses Spiel ist eine Offenbarung. Es lässt sich einfach nicht anders beschreiben: Gleich, ob man nun eine Runde schwimmen, sich mit einen der vielen neuen Fluggeräte in die Luft erheben oder einfach nur sein Glück in einem Black Jack Spiel in Las Venturras riskieren will - dem Spieler steht absolut alles frei, was er unternehmen will. Dem nicht genug, begeistert das Spiel ebenso durch den genialen und extrem umfangreichen Storymodus. Weiterhin garantieren enorm viele Minispiele, dass man mit GTA San Andreas quasi fünf Spiele in einem kauft. Da beeinflussen auch die Grafikprobleme nichts mehr: GTA San Andreas ist das beste Spiel, das für die PS2 jemals gemacht wurde!
 
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93%

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Pro:
stimmungsvoller Story-Modus
Spitzensynchro-nisation und -soundtrack
enormer Umfang
unschlagbare Freiheiten im Gameplay

Contra:
leichte Grafikprobleme


Offizielle Website:
 @rockstar

Fansites:
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